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Dirtpark wird doch vollendet

Stadthagen Dirtpark wird doch vollendet

Der Dirtpark auf dem Festplatz soll nun doch vollendet werden. Die noch ausstehende, umstrittene Umfriedung der Biker-Anlage durch einen Zaun „steht kurz bevor“, wie Iris Freimann vom Fachbereich für Bürgerdienste auf Anfrage mitteilt. Die notwendigen Planungen stünden unmittelbar vor dem Abschluss.

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Abgesperrt: Ohne Einfriedung darf der Dirtpark auf dem Festplatz nicht genutzt werden.

Quelle: rg

Stadthagen. Das Projekt schien zwischenzeitlich kurz vor dem Aus zu stehen. Wie berichtet, war im zuständigen Fachausschuss des Rates deutlich geworden, dass zwei Drittel der Investitionskosten, nämlich 22.000 Euro, auf einen Zaun entfallen. Dagegen hatte sich in allen Fraktionen erheblicher Widerstand geregt.

Inzwischen hat der Rat im nicht öffentlichen Teil seiner jüngsten Sitzung aber für den Bau des Zaunes gestimmt. Das Projekt bleibt allerdings umstritten: Die rot-grüne Mehrheitsgruppe und WIR/FDP sprachen sich für das Projekt aus, die CDU dagegen.

Nach Darstellung der Verwaltung ist der Zaun zwingend erforderlich. Der TÜV habe ihn als sicherheitsrelevant bezeichnet. „Das ist für uns letztlich nachvollziehbar“, tut Jan-Philipp Beck, Vorsitzender der rot-grünen Ratsgruppe, kund.

Kritik an Informationspolitik der Verwaltung

„Bei uns gibt es allerdings durchaus Verärgerung über den hohen Preis des Zaunes“, räumt Beck ein. Dass dieser nun gezahlt werden müsse, sei nicht zuletzt die Folge von „kommunikativen Versäumnissen der Verwaltung“. Wären die zuständigen Ratspolitiker „nicht so spät“ informiert worden, „hätte man sich über eine kostengünstigere Lösung noch Gedanken machen können“. Zumindest sei es noch gelungen, die Kosten des Zaunes auf 18.000 Euro zu reduzieren, weil nun eine Seite des Dirtparks von einer Hecke gesäumt bleiben soll.

SPD/Grüne wollten den Dirtpark „auf keinen Fall“ am Zaun scheitern lassen, betont Beck. In dem Projekt stecke „jede Menge Engagement von Jugendlichen, das wir fördern wollen“. Die Einrichtung sei ein sinnvolles Angebot, das eine Investition auch in diese Höhe rechtfertige, so Beck.

Auch die WIR/FDP-Ratsgruppe steht hinter dem Dirtpark inklusive Zaun. „Wenn rechtliche Bestimmungen die Einfriedung vorgeben, kann man sich nicht einfach darüber hinwegsetzen“, meint Gruppensprecher Richard Wilmers. Die Anlage werde gut genutzt und sei sinnvoll. „Es gibt ja für Jugendliche in Stadthagen nicht so viele Angebote dieser Art“, unterstreicht Wilmers.

Ganz anders sieht das die CDU. „Wir sind eindeutig gegen den Zaun“, betont Fraktionschef Heiko Tadge: „Zur Not hätten wir auch in Kauf genommen, dass der Dirtpark wieder abgebaut werden muss.“ Er sei ohnehin „nur für ein, zwei Handvoll jugendlicher Nutzer da“. Da stünden die Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen. Das Geld könne sinnvoller an anderer Stelle in der Stadt ausgegeben werden. Tadge fügt hinzu: „Zudem ist aus unserer Sicht nicht mit letzter Konsequenz geprüft worden, ob es nicht doch auch ohne Zaun gegangen wäre.“ ssr

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