Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadthagen Stadt Diskussion um Flächenpreise in Stadthäger und Nienstädter Gewerbegebieten geht weiter
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Diskussion um Flächenpreise in Stadthäger und Nienstädter Gewerbegebieten geht weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:08 10.02.2019
Quelle: rg
Stadthagen

Als „nicht richtig“ hat der Wirtschaftsförderer der Kreisstadt, Lars Masurek, eine Äußerung der Nienstädter Gemeindedirektorin Sandra Wiechmann in Sachen Preise für Gewerbeflächen bezeichnet.

Diese hatte vor einigen Tagen mit Blick auf neue Flächen im Nienstädter Gewerbegebiet Schnatwinkel öffentlich geäußert: „Wenn wir das Land für 22 Euro pro Quadratmeter abgeben, liegen wir unterhalb der Preise, die Stadthagen und Bückeburg nehmen“ (wir berichteten).

Marktfähige Preispolitik

Masurek hielt dem in der jüngsten Sitzung des Ratsausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Stadtmarketing entgegen, dass an der Stadthäger Dülwaldstraße Gewerbeflächen für eben diese 22 Euro erhältlich seien. Das gelte für Fälle, in denen ein Käufer mehr als 10 000 Quadratmeter erwerben will. Der genannte Preis verstehe sich inklusive aller Erschließungs- und Kanalanschlusskosten. Und auch bei kleineren Flächen liege der Preis nur sehr wenig oberhalb der genannten Nienstädter Marke. „Wir verfolgen eine marktfähige Preispolitik“, betonte der Wirtschaftsförderer, „und können da voll mithalten“.

Kaufverträge in Aussicht

In diesem Zusammenhang berichtete Masurek von „recht aussichtsreichen Gesprächen“ mit potenziellen Interessenten für Gewerbeareale an der Dülwald- und der Industriestraße. Einzelheiten könne er öffentlich nicht nennen. „Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass in absehbarer Zeit der eine oder andere Kaufvertrag zustande kommt“, setzte der Wirtschaftsförderer hinzu.

Auch Jan-Philipp Beck (SPD) bemerkte in Richtung Nienstädt, „die Kreisstadt kann in der Preisgestaltung für Gewerbeflächen mithalten“. Es stelle sich allerdings die Frage, so Beck weiter, „ob die Grundstücksflächen an der Dülwald- und der Industriestraße geeignet sind für die Betriebe, von denen wir vor allem gerne wollen, dass sie dorthin siedeln, nämlich kleine und mittlere Unternehmen“. Er sei nicht sicher, ob die Stadt dort von den Flächengrößen her optimal aufgestellt sei.

Baupläne sollen überarbeitet werden

Masurek antwortete, die Stadtverwaltung sei gerade dabei, die Areale an der Dülwaldstraße kleiner zu parzellieren. „Das ist Teil der laufenden Gespräche mit den Interessenten“, erläuterte der Wirtschaftsförderer. An der Industriestraße soll der Bebauungsplan nach den Worten von Masurek „komplett überarbeitet werden“. Geänderte Zuwegungen sollen dort eine kleinere Parzellierung der Grundstücke ermöglichen, ergänzte der Wirtschaftsförderer.

von Stefan Rothe