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Diskussionen Umgestaltung des Aschenplatzes

285000 Euro für hybridverstärkten Rasen Diskussionen Umgestaltung des Aschenplatzes

An der Neugestaltung des Aschenplatzes im Stadthäger Jahnstadion scheiden sich weiterhin die Geister. Aus den Reihen der ortsansässigen Vereine werden erhebliche Bedenken hinsichtlich des Verwaltungsentwurfs geäußert. Dieser sieht vor, den derzeitigen Aschenplatz in einen hybridverstärkten Rasenplatz umzuwandeln.

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Der Tennenplatz im Jahnstadion soll für 285 000 Euro in einen hybridverstärkten Rasenplatz umgewandelt werden.

Quelle: rg

Stadthagen. Für zusätzlichen Unmut sorgt die Situation um den derzeit von der Stadt gesperrten Hauptplatz. „Uns wurde inzwischen mitgeteilt, dass das Spielfeld mindestens bis zum 12. August gesperrt ist”, sagt Dietmar Meier-Brahm, stellvertretender Vorsitzender des FC Stadthagen. Ein enges Zeitfenster für den Klub mit Blick auf die am Wochenende beginnende Saison. Dem Auftakt in Obernkirchen folgt am 14. August das erste Heimspiel gegen Algesdorf. Ob dieses auf dem Hauptplatz ausgetragen werden kann, steht aktuell noch nicht fest.

Mit dem Zeitpunkt der Sperrung tut sich der Klub-Verantwortliche sehr schwer und drückt sein Unverständnis aus: „Es ist mir nicht ganz klar, warum die Stadt das Ganze nicht direkt nach dem Ende der vergangenen Saison, also Anfang Juni, gemacht hat. Dann wäre uns die derzeitige Problematik vermutlich erspart geblieben."

Für nachvollziehbar erachtet er derweil den Beschluss, dass der momentane Aschenplatz zu einem in den Strafräumen mit Hybrid verstärkten Rasenplatz werden soll: „Was das betrifft, habe ich durchaus Verständnis für die Kommune und die Entscheidung, eine kostengünstigere Lösung herbeizuführen."

Im Vergleich zum FC ist die SG Rot-Weiß Stadthagen weitaus weniger von den Entwicklungen rund um das Jahnstadion betroffen. Der Verein bestreitet seine Heimpartien im Helmut-Paul-Stadion. Auftritte im Jahnstadion liegen länger zurück, wie Geschäftsführer Henning Schmidt erläutert: „Wir waren in den letzten Jahren nicht dort. Grundsätzlich versuchen wir, alles auf eigenem Platz zu machen. Ich halte nichts von der Neugestaltung, finde sie überflüssig.“

Eine Rückkehr ins Jahnstadion hält Schmidt im Moment für ziemlich unwahrscheinlich, gibt dabei allerdings zu bedenken: „Sollte sich eine andere Situation ergeben, wir beispielsweise einen starken Mitgliederzuwachs verzeichnen, würde das vielleicht wieder ein Thema werden.“

Größere Bedenken hinsichtlich der beschlossenen Lösung bestehen auch beim TSV Eintracht Bückeberge. So moniert Thomas Serinek, Spartenleiter der Fußball-Herren: „Ich halte das für keine sinnvolle Sache. Ein durchgehender Hybridrasen wäre eine gute Investition gewesen. Dass es besser wird, glaube ich nicht. Vor allem im Winter, wenn der Platz gefroren ist, wird es schwierig.“
Der im Stadtteil Wendthagen ansässige Verein ist relativ selten im Jahnstadion zu Gast, lediglich die Damen hielten dort öfter Übungseinheiten ab. Dabei soll es laut Serinek bleiben: „Wir werden das Jahnstadion höchstens für Trainingszwecke nutzen.“ Dass die Neugestaltung des Aschenplatzes letzten Endes eine gute Entscheidung darstellt, glaubt er nicht: „Ich vermute, dass in dem Zusammenhang ganz einfach am falschen Ende gespart wird.“

Von Seiten des TuS SW Enzen wird der nun gefasste Beschluss positiver gesehen. Vorsitzender Andreas Lütkebohmert: „Wir wussten um den Wunsch des FC Stadthagen, in die Entscheidung waren wir aber nicht eingebunden. Diese Lösung finden wir vollkommen in Ordnung.“ Begegnungen werden in Enzen ausgetragen, der TuS hat bislang weder Partien noch Trainingseinheiten im Stadion bestritten.
Lütkebohmert: „Auch wenn ich das Ganze im Einzelnen nicht zu beurteilen vermag, denke ich, dass es definitiv eine Verbesserung zum aktuellen Zustand bedeutet.“
Mit der nun getroffenen Lösung hat sich die Stadt für die günstigste Variante entschieden. Die Kosten belaufen sich auf 285 000 Euro. Im Gespräch waren auch ein vollständiger Hybridplatz, der 445 000 Euro gekostet hätte sowie ein Kunstrasenplatz für 525 000 Euro.

Hybride Rasensysteme kombinieren natürliche und künstliche Elemente, um den Rasen widerstandsfähiger zu machen. Sie bestehen aus Naturrasen, der durch Kunstfasern oder Kunststoffmatten im Boden stabilisiert wird. ano

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