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Drei Varianten für die Unfallkreuzung

Bauausschuss Drei Varianten für die Unfallkreuzung

Drei Varianten für den Umbau der Unfallkreuzung Vornhäger Straße/Lauenhäger Straße hat Bauamtsleiter Gerd Hegemann jetzt präsentiert. Diese stellte er mithilfe von detaillierten Plänen im Bauausschuss des Rates vor, damit die Fraktionen schnellstmöglich darüber beraten können.

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Wie ein Mahnmal erinnert das weiße Kinderfahrrad an den Tod des siebenjährigen Mädchens an der Unfallkreuzung.

Quelle: rg

Stadthagen. Variante 1 (Großer Kreisel) : Hierbei würde es sich laut Hegemann um „den klassischen Stadthäger Kreisel“ handeln, wie er sich etwa an der Amtspforte und vor dem Kinocenter darstellt. Baukosten: 370000 Euro.

Variante 2 (Mini-Kreisel) : Diese in den Abmessungen kleinere Ausführung weist eine lediglich gepflasterte und nicht weiter gestaltete Mittelinsel auf. Diese kann etwa von Lastwagen überfahren werden. In Stadthagen gibt es diese Variante bisher nicht, dafür aber an etlichen Stellen in Bückeburg. Baukosten: 260000 Euro.

Variante 3 (Abbiegespur) : Diese Lösung sieht eine großzügig geschwungene eigene Abbiegespur in Richtung von der Vornhäger in die Lauenhäger Straße vor (über das heutige Moschee-Grundstück). Geradeaus fahrende und Abbiegeverkehr wären durch eine Mittelinsel strikt voneinander getrennt. Baukosten inklusive einer erweiterten Ampelanlage: 260000 Euro.

Umwidmung muss vollzogen sein

Zum Zeitplan: Die Umgestaltung der Kreuzung ist, wie berichtet, Teil des Förderprogramms „Städteumbau West“ für das benachbarte Quartier zwischen Lauenhäger und Probsthäger Straße. Damit das Geld fließen kann, muss der Rat erst eine Sanierungssatzung beschließen, das ist laut Hegemann für August vorgesehen. Außerdem muss die seit Langem geplante Umwidmung der betroffenen Straßen zur Gemeindestraßen vollzogen sein, was Ende 2016 passieren soll. Denn das Fördergeld darf nur für Gemeindestraßen verwendet werden.

Parallel dazu sollen laut Hegemann die Planungen und die politischen Beschlüsse so weit vorangetrieben werden, dass das Bauleitverfahren in der ersten Jahreshälfte 2017 abgeschlossen werden kann. Ab Anfang 2017 könne auch der notwendige Grunderwerb getätigt werden. Benötigt werden bei allen drei aufgeführten Varianten das Grundstück der früheren Moschee und das nördlich angrenzende Grundstück. Verhandlungen seien bereits im Gange, so Hegemann. Mit einem Baubeginn rechnet der Bauamtsleiter im Frühling 2018.

Als Übergangslösung bis dahin ist die Einrichtung einer alleinigen Grünphase für Radfahrer und Fußgänger in Vorbereitung. Die zuständige Landesbehörde für Verkehr hat eine schnellstmögliche Umsetzung zugesichert. Bürgermeister Oliver Theiß hatte vor einer Woche gesagt, er rechne mit einer Verwirklichung bis zum 17. Juni.  ssr

Stimmen

Erheblichem Druck ausgesetzt war Bauamtsleiter Gerd Hegemann stellvertretend für die Stadtverwaltung in der Bauausschusssitzung.  Matthias Gläser vom Behindertenbeirat erinnerte daran, dass bereits vor sechs Jahren Umbaupläne für die Unfallkreuzung vorgelegen hätten: „Passiert ist aber nichts, es musste erst ein Mädchen sterben.“

Ähnlich äußerte sich in der Einwohnerfragestunde Corinna Gersmeyer , eine Nachbarin der betroffenen Familie: „Warum hat es sechs Jahre und ein totes Mädchen gebraucht, damit die Behörden tätig werden?“ Außerdem monierte sie „das Geschiebe von Zuständigkeiten“. Hegemann betonte wiederholt, für die Kreuzung seien Landkreis und Landesbehörde für Verkehr, nicht die Stadt zuständig.

Dass der Stadt gleichwohl ständig die Schuld zugeschoben werde, sei „grenzwertig“, so der Bauamtschef. Die Baupolitiker drückten aufs Tempo. „Schneller als 2018“ wollte  Rolf Rösmeier-Tietjen (Grüne) den Umbau der Kreuzung sehen. Zudem forderte er die Erstellung eines stadtweiten Schulwegeplans unter Einbeziehung der Eltern, der Gefahrenstellen aufzeigt.

Ulrike Koller (SPD) mahnte Hegemann, die Stadt müsse auf die zuständigen Behörden mehr Druck ausüben. Bürgervertreter Jörg Janning forderte die provisorische Aufstellung rot-weißer Baken, „um die Gefährlichkeit der Kreuzung zu signalisieren“.  ssr

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