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Ehrlich sein, wenn’s gekracht hat

Polizeiprävention Ehrlich sein, wenn’s gekracht hat

Den Zündschlüssel gedreht, aufs Gaspedal getreten und schon kann es passiert sein. Wie schnell es zu einem Parkplatzrempler kommen kann, weiß auch die Polizei. Unter dem Titel „Rummss“ haben Stadthäger Beamten bei Kaufland in Stadthagen die Bürger im Rahmen der landesweiten Präventionskampagne der Polizei und Verkehrswacht gegen Unfallflucht bei sogenannten Parkplatzremplern sensibilisiert.

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Aufklären, sensibilisieren und Aufmerksamkeit wecken: Verkehrssicherungsberater Axel Grünvogel erläutert das korrekte Vorgehen bei einem Parkplatzrempler. 

Quelle: vr

STADTHAGEN. Mit „Rummss!!! Bleiben sie Fair – wählen sie 110“ soll die Aktion Bürger dazu aufrufen, bei einem Verkehrsunfall ehrlich zu sein und die Polizei zu informieren. Denn: Die Zahl der Verkehrsunfallfluchten steigt von Jahr zu Jahr. Im Bereich der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg kam es im ersten Halbjahr dieses Jahres zu 700 Unfallfluchten, wie Pressesprecher Axel Bergmann erklärt. „Die Aufklärungsquote liegt bei 40 Prozent.“ Zum Großteil der Verkehrsunfallfluchten zählen die Parkplatzrempler. „Bei schweren Unfällen mit Verletzten gibt es weniger Flüchtige“, sagt Bergmann.

Erst die Flucht macht einen zum Straftäter

Gemeinsam mit der Verkehrswacht möchte die Polizei auch auf Geschäftsleute zugehen. Eine Ursache für die vielen Unfälle auf den Parkplätzen seien zu kleine Buchten, bei denen das Ein- und Ausparken nicht immer einfach wäre. „So ein Unfall ist kein Beinbruch“, betont der Polizeisprecher. Wenn es zu einem Schaden kommt, dann nehmen die Beamten vor Ort die Personalien nur zur Sicherung der Schadensregulierung auf. „Zur Straftat kommt es allerdings, wenn jemand vom Unfallort flüchtet“, betont Bergmann. Dem Flüchtigen droht dann nicht nur eine Geldstrafe, sondern auch eine Führerscheinsperre. Für die Ermittlungen in diesen Fällen haben die Polizisten sehr gute Möglichkeiten. „In Spurensuche und -sicherung wird viel Arbeit reingesteckt.“

Durch die Prävention möchte die Polizei die Aufmerksamkeit der Bürger ebenfalls sensibilisieren. „Wer auf dem Parkplatz einen Unfall mitbekommt, sollte die Polizei informieren und somit dem Geschädigten helfen.“ Vor so einem Unfall sei schließlich niemand sicher und schnell könne auch am eigenen Auto so ein Schaden entstehen. Während 2007 die Unfallfluchten in Niedersachsen laut der Verkehrsunfallstatistik noch bei 39818 Fällen lag, stieg die Zahl 2016 auf 48341 Fälle an. Inzwischen komme es bei fast jedem fünften Unfall in Niedersachsen zur Fahrerflucht und damit zur Straftat. vr

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