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Ein Erlebnis soll es werden

800 Jahre Stadthagen Ein Erlebnis soll es werden

Das Stadtjubiläum rückt näher. Im Jahr 2022 wird Stadthagen 800 Jahre alt. Das gebührend zu feiern, ist Absicht im Rathaus. Allererste Vorbereitungen werden derzeit angeschoben. „Wir fangen dieses Jahr mit den Vorbereitungen an“, bekundet Bürgermeister Oliver Theiß auf Anfrage.

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2022 wird Stadthagen 800 Jahre alt.

Quelle: Archiv

STADTHAGEN. Noch im Laufe dieses Jahres will die Verwaltung demnach „ein Team bilden, das sich Gedanken machen soll, wie das Jubiläum gestaltet werden kann“. Vertreter aus der Politik, aus Vereinen und interessierte Bürger seien willkommen, sich in diesem Ideen-Team zu engagieren.

„Eine gewisse Zeit“, so Theiß weiter, würden Ideen gesammelt, dann werde geprüft, ob das Zusammengetragene für gut befunden wird. Sollte das nicht der Fall sein, müsse im Zweifel dann doch eine professionelle Veranstaltungs-Agentur eingeschaltet werden. „Ich hoffe aber, dass wir das mit eigenen Mitteln schaffen“, setzt der Bürgermeister hinzu.

Wie nach abgeschlossener Ideensammlung die Organisation ablaufen soll und wer dabei den Hut aufhaben wird, das alles seien bislang noch ungeklärte Fragen, sagt Theiß. Das gelte auch für die inhaltliche Füllung der Jubiläumsveranstaltung.

Bürger sollen eingebunden werden

Theiß hat aber Vorstellungen von der Grundlinie: „Es soll eine Veranstaltung mit hohem Erlebnischarakter sein, bei dem die Bürger richtig mit Spaß bei der Sache sind.“ Ein Stil, „bei dem Historiker vor geladenen Gästen eineinhalb Stunden trockene Vorträge über geschichtliche Details halten, schwebt mir hingegen weniger vor“, spitzt der Verwaltungschef zu. Wichtig sei ihm, so Theiß, dass die Bürger bei der Vorbereitung und im Veranstaltungskonzept „breit eingebunden werden“.

Ein Vorbild von der Machart her könne laut Theiß zum Beispiel das Theater-Spektakel darstellen, das es im Jahr 2010 im Landkreis aus Anlass des 900-jährigen Bestehens von Schaumburg gegeben hat. Damals war ein Profi-Schauspieler in der Rolle des Fürsten Ernst zu Holstein-Schaumburg mit seinem Anhang zu Pferd und in prächtigen Kostümen unter anderem auch nach Stadthagen gekommen, um vor dem Schloss einen Gerichtstag abzuhalten. Damals hatten viele hundert Bürger an dem Spektakel teilgenommen.

Lebendige, frisch erzählte Anekdoten

Schon seit einiger Zeit wird nach Angaben von Bürgermeister Theiß Material gesammelt für die Erstellung einer Chronik über 800 Jahre Stadthagen. In dieser soll „nicht einfach trocken der Zeitstrahl der Geschichte heruntergebetet werden“, sondern sie solle überwiegend „aus lebendigen, frisch erzählten Anekdoten“ bestehen. In den vergangenen beiden Jahren sind nach Darstellung von Theiß für die Jubiläumsplanung jeweils 7000 Euro in den städtischen Etat eingestellt worden. Das stehe nun für die ersten Vorbereitungen schon mal zur Verfügung. Welche Größe der Jubiläums-Etat einmal annehmen wird, ist laut Theiß noch unklar. im Jahr 1222

Graf Adolf III. von Holstein-Schaumburg gründete eine Siedlung mit dem Namen indago comitis (Hagen des Grafen). Auf seine kommende Bedeutung weist die Bezeichnung civitas et castrum (Stadt und Burg) hin, der 1244 urkundlich belegt ist. 1287 änderte die Stadt ihren Namen in Grevenalveshagen (Graf Adolfs Hagen), 1378 setzte sich der Name Stadthagen endgültig durch. 1344 erfolgte die Verleihung der Stadtrechte. ssr

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