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Ein Event, aber mit Tradition

Ein besonderer Rahmen Ein Event, aber mit Tradition

Die Tendenz, in einem besonderen Rahmen zu heiraten, ist auch in Stadthagen erkennbar. Der Wunsch, aus einer Trauung ein „besonderes Event“ zu machen, ist bei vielen Paaren festzustellen. Hingegen sind sie bei der Entscheidung, welchen Namen sie im Anschluss tragen, noch sehr traditionell.

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2016 fanden in Stadthagen insgesamt 103 Trauungen statt.

Quelle: Fachverband Deutscher Floristen e.V.

Stadthagen. In Stadthagen gibt es drei für Trauungen gewidmete Örtlichkeiten, wobei eine Möglichkeit, das Stadtgarten-Café, seit einiger Zeit wegen eines Brandes und der notwendigen Renovierung nicht zur Verfügung steht.

15 Trauungen angemeldet

Die beiden verbleibenden Möglichkeiten sind das historische Trauzimmer im alten Rathaus sowie das ehemalige Rittergut in Reinsen-Remeringhausen. Im historischen Trauzimmer finden immer noch die meisten Trauungen statt. Aber: „Das ehemalige Rittergut erfreut sich in den letzten Jahren steigenden Beliebtheit“, so Standesbeamter Volker May. Auch für 2017 sind dort zum jetzigen Zeitpunkt schon 15 Trauungen angemeldet. Der Charme der Örtlichkeit scheint sich herumgesprochen zu haben, da die Paare mittlerweile aus ganz Deutschland anreisen. „Das liegt unter anderem daran, dass ich dort bei geeigneter Witterung auch Trauungen im Freien durchführe“, vermutet der Standesbeamte. Es sei besonders schön, im dortigen weitläufigen Park getraut zu werden.

2016 fanden in Stadthagen insgesamt 103 Trauungen statt, wobei davon 87 Paare im alten Rathaus und 16 Paare auf dem ehemaligen Rittergut getraut wurden. Bereits für 50 Euro können sich Paare, zumindest wenn beide die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, trauen lassen (inklusive zehn Euro für die Eheurkunde). Wenn einer oder beide Brautleute ausländischer Staatsangehörigkeit sind, kostet die Prüfung der „Ehevoraussetzung“ – wie es so unromantisch heißt – aufgrund des höhren Aufwands 80 Euro. Wer die schöne Umgebung in Reinsen haben möchte, zahlt 50 Euro extra. Auch wer außerhalb der üblichen Öffnungszeiten des Standesamtes heiraten will, muss 80 Euro zusätzlich zahlen. Wer nicht in Stadthagen wohnt, muss 25 Euro extra zahlen, und wer sich für einen Doppelnamen entscheidet, zahlt 25 Euro.

Obacht bei der Namenswahl

Bei der Namensführung sind die Paare in Stadthagen aber noch sehr traditionell. Das heißt: „90 Prozent der Frischvermählten wählt den Namen des Mannes zum Familiennamen“, weiß May. Und am zweithäufigsten sei nicht der Doppelname der Frau, wie vielleicht angenommen, sondern dass der Mann den Nachnamen seiner Frau annimmt. „Das ist dann meist der Fall, wenn der Mann unzufrieden ist mit seinem Namen“, so May. Doch Obacht bei der Namenswahl: Ist die Entscheidung für einen Ehenamen einmal getroffen, ist diese unwiderruflich und kann während der Ehe nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Vor dem 1. Juli 1958 erhielt die Frau mit der Hochzeit den Familiennamen des Mannes. Bis Mitte 1976 war die Ehefrau lediglich berechtigt, ihren Mädchennamen dem Ehenamen hinzuzufügen. Erst seit damals haben die Ehegatten auch die Möglichkeit, den Geburtsnamen der Frau zum Ehenamen zu bestimmen. Die Verfahrenzahl bei „Ehesachen“ beim Amtsgericht Stadthagen lag im vergangenen Jahr bei 171. Laut Gerichtssprecher Kai Oliver Stumpe sind diese Zahlen relativ stabil (2015: 169). Neben Scheidungen fallen auch Aufhebungen oder die Nichtigkeit der Ehe.

Gerade wenn Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind, die unter Konflikten zwischen den in Trennung lebenden Eltern leiden, kann die Scheidungs- und Trennungsberatung der Erziehungsberatungsstelle des Landkreises helfen. 2016 haben die Experten 274 Beratungen durchführt, im Vorjahr waren es 266. col

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