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Stadthagen / FSJ Ein Geben und Nehmen

Vor einem Jahr hat das Abenteuer Berufsleben für Niklas Zinken begonnen. Er hat ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Kulturzentrum Alte Polizei absolviert.

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Mit Kreativität und Enthusiasmus hat Niklas Zinken in seinem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) das Poetry-Slam-Projekt „Waem-Slam“ bei der Alten Polizei ins Leben gerufen.

Quelle: tbh

Stadthagen. Bei seiner Verabschiedung kam er aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. „Das ist wie mein zweites Zuhause geworden“, verriet der 20-Jährige wehmütig. Und auch Heike Klenke, die bei der Alten Polizei die FSJler anleitet, war traurig. Zinken habe bei den Mitarbeitern des Kulturzentrums, aber auch den Menschen, die das Angebot der Einrichtung nutzen, einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

 Klenke war voll des Lobes für ihren Schützling: „Er hat uns mit seinem Frohsinn und seiner Heiterkeit in allen Bereichen unterstützt.“ Ihm sei bei der Arbeit vor allem der Kontakt mit den unterschiedlichen Menschen wichtig gewesen. Für Einzelgänger sei so eine Stelle nichts, meinte er.

 Die Bildungstage, die von der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Niedersachsen (LKJ) für die FSJler angeboten werden, hat Zinken genutzt, um seinen Berufswunsch noch einmal zu überdenken: „Eigentlich wollte ich Lehrer werden. Während eines Seminars habe ich dann aber gemerkt, dass mich Mediengestaltung und Filmdesign mehr interessieren.“

 Besonders hervorgetan hat sich Zinken bei der Alten Polizei mit der Konzeption und Durchführung des „Waem-Slams“ – ein von ihm entwickeltes Poetry-Slam-Projekt. Seine Kreativität hat er beim Entwerfen des Logos und der Plakatgestaltung eingebracht. „Das ist richtig stark geworden“, fand Klenke. Von der Werbung bis zu Poetry-Slam- Workshops für Schüler hatte Zinken für das gesamte Projekt die Verantwortung. Mit Unterstützung des Teams von der Alten Polizei wuchs er dabei sogar über sich hinaus. „Ich hatte tierisches Lampenfieber, da war es gut das jemand da war, der einen dann auf die Bühne gezogen hat.“ Sein Wunsch ist, dass das Projekt fortgeführt wird. „Ich hoffe, dass ein Stück Poesie in Stadthagen bleibt.“

 Sowohl die Einrichtung als auch die Jugendlichen, die ihr Jahr im Mehrgenerationenhaus absolvieren, profitieren nach Worten von Iris Freimann, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste, von dem Engagement: „Viele FSJler unterschätzen, was sie hier leisten. Sie nehmen viel mit, geben aber auch unheimlich viel.“ Der nächste Anwärter startet nach den Ferien.

 Zinken studiert ab Oktober Informatik. Von der Alten Polizei trennt er sich aber doch nicht ganz. Er möchte beim Streichen der Räume im Jugendtreff helfen und werde sich auch den nächsten „Waem-Slam“ nicht entgehen lassen. tbh

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