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Ein Traum geht baden

Weltreise mit Musik Ein Traum geht baden

Neuseeland, Tasmanien, Australien, Indonesien, Indien, Singapur – an diesen und weiteren exotischen Orten wollte der Berufsmusiker Ulrich Meyer (48) aus Stadthagen als Teil der MS-Deutschland-Besatzung dem deutschen Winter die kalte Schulter zeigen.

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Die Enttäuschung bei Ulrich Meyer ist groß: Aufgrund der Insolvenz der MS Deutschland platzt sein Engagement als Musiker bei der Reederei.

Quelle: rg

Stadthagen. „Für einen Musiker ist das wie ein Sechser im Lotto!“, sagt er. Mit der Insolvenz des Reedereibetriebes ist dieset Traum jedoch geplatzt.

 Die MS Deutschland liegt nun bei Gibraltar vor Anker. Besonders bitter für Musiker Meyer: Bereits für das Frühjahr bekam er eine Anfrage der Reederei, für einen Monat durch das Baltikum zu reisen und die Gäste mit seiner Musik zu unterhalten. „Diese Anfrage musste ich jedoch ablehnen, da ich ansonsten keinen Tag Pause gehabt hätte zwischen dieser Reise und einem bereits fest gebuchten Projekt“, erklärt der Saxofonist.

 Nach der Absage seinerseits hätte Meyer nicht mit einer weiteren Buchung gerechnet. Umso größer war die Freude über die Anfrage Anfang Oktober, ob er nicht Lust hätte, für zwei Monate Teil einer geplanten Weltreise der MS Deutschland zu sein. Zustande gekommen ist die Anfrage in beiden Fällen durch Meyers Kontakt zu einem Bandmanager der MS Deutschland. „Dr hat mir auch dazu geraten, mit den Vorbereitungen auf die Reise zu warten, da sich wohl schon Veränderungen im Betrieb abzeichneten.“

 Mit den Vorbereitungen sind das Beantragen von Reisedokumenten, beispielsweise eine Seediensttauglichkeitsbescheinigung und Atteste sowie das Absolvieren eines viertägigen Sicherheitstrainings in Rostock gemeint. „Da es sich um ein Fünf-Sterne-Plus-Schiff handelt, ist auch ein bestimmter Dresscode – Hemd, Krawatte, weiße Jeans und weiße Schuhe aus Leinen – gefordert“, sagt Meyer. Am ersten Dezember wollte er spätestens einen Kursplatz buchen, sich einkleiden – Ende November kam jedoch die endgültige Absage des Reedereibetriebes. „Und das, nachdem es erst hieß, dass die Reise trotz der Insolvenz stattfinden soll“, gibt Meyer enttäuscht wieder.

 Einen positiven Nebeneffekt hat die geplatzte Weltreise für die Familie trotzdem: „Meine Frau besitzt zwar einen Führerschein, hat aber kaum Fahrpraxis“, sagt Meyer schmunzelnd. Wäre er zwei Monate weg, müsste seine Partnerin die Mobilität der Familie allein gewährleisten. Aus diesem Grund belegt sie aktuell einen Kurs und übt.

 Sollte es 2015 mit einer Schiffsreise klappen, ist sie spätestens dann also bestens gerüstet. Und auch Meyer sorgt für den Fall der Fälle vor: Das viertägige Sicherheitstraining für einen Schiffsaufenthalt möchte er so bald wie möglich absolvieren. Dann könne er dem Bandmanager der MS Deutschland, der auch Kontakte zu anderen Schiffen pflegt, kurzfristig zusagen. mak

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