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Ein Wahrzeichen verschwindet

Abriss des Wasserturms startet Ein Wahrzeichen verschwindet

Jetzt geht alles ganz schnell: Bereits am 16. Januar soll der Wasserturm am Georgschacht abgerissen werden. Die Eile begründet Bauamtsleiter Gerd Hegemann mit „Gefahr im Verzug“. Deswegen habe die Verwaltung jetzt alles Nötige organisiert. 200.000 Euro sind für den Abriss veranschlagt.

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Der Wasserturm am Georgschacht ist bald Geschichte.

Quelle: Archiv

Stadthagen. Wie berichtet, stellt der Wasserturm aufgrund seiner Baufälligkeit ein akutes Sicherheitsrisiko dar. Zudem brüte ein geschützter Uhu in dem Bereich, wie Hegemann erklärt, „und wir dürfen dort keine Arbeiten in seiner Hauptbrütezeit durchführen“. Aus diesem Grund sei alles „dicht getaktet“. Er gehe davon aus, dass die Firma am Dienstag beginne. Bis Ende der Woche sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

In den vergangenen Tagen hatte die Verwaltung noch ein Szenario durchgespielt, ob nicht „auf unkonventionelle Weise“ doch ein Teil des Turms erhalten werden könne. Das Hauptproblem bestehe im Kopf des Turms, der stark abgängig sei. „Die Frage war, ob man den Kopf in 30 Meter Höhe so runterholen kann, dass der Rest nicht weiter beschädigt wird und wir auch noch im Kostenrahmen bleiben?“
Dies sei eindeutig mit Nein beantwortet worden.

„Wir haben das durchgespielt und es wurde deutlich, dass wir kurzfristig bei 200.000 Euro landen würden.“ Mittelfristig würden die Kosten durch die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen nach Angaben des Bauamtschefs noch weit höher liegen.

Noch keine Zukunftspläne

Anfang September hatte der Rat einstimmig – wenn auch schweren Herzens – die Entscheidung für den Abriss getroffen und 130.000 Euro für die Maßnahme bereitgestellt. Mit dieser Summe werde man auskommen, so Hegemann. Darin erhalten sei auch der Abbruch der Nebengebäude. Der vermeintlich hohe Preis relativiere sich, wenn man bedenke, dass der Abriss der Moschee Mitte Oktober „knapp die Hälfte“ gekostet habe.

Zu der Frage, wie es mit dem Grundstück weiter gehe, gebe es aktuell noch keine Entwicklungen. Dies müsse im Anschluss mit dem zuständigen Nachlassverwalter geklärt werden. Hegemann macht aber deutlich: „Wir haben hohe Forderungen an den Eigentümer, schließlich machen wir hier etwas, was gar nicht in unserer Zuständigkeit liegt.“

Wie berichtet, tritt die Stadt in Aktion, weil die Standsicherheit des Gebäudes nicht mehr gewährleistet ist. Die Kosten können jedoch nicht aus dem Nachlass des im vergangenen Jahr verstorbenen Eigentümers bezahlt werden. Eine Förderung durch EU-Mittel zum Erhalt war von der Stadt geprüft worden. Da es sich aber kein denkmalgeschütztes Gebäude handelt, schied dies aus. col

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