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„Ein kleines Stück die Welt verändern“

SN-Serie zur Bückeburger Stadtkirche „Ein kleines Stück die Welt verändern“

Der Weltladen hinter der Stadthäger Martinikirche steht dafür, dass die Schaumburg-Lippische Landeskirche über den eigenen Tellerrand schaut und sich für globale Gerechtigkeit einsetzt.

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Ursula Biesemeier leitet im Weltladen ein Team von 16 erhenamtlichen Mitarbeitern.

Quelle: ssr

Stadthagen. In den Regalen des Weltladens finden sich ausschließlich Produkte, die der Konvention des Weltladen-Dachverbandes unter dem Motto „Fairer Handel“ entsprechen, wie Geschäftsführerin Ursula Biesemeier berichtet. Diese beinhaltet strenge Vorgaben: So ist beispielsweise Kinderarbeit ausgeschlossen, die von den Produzenten gezahlte Löhne müssen die Lebenshaltungskosten im jeweiligen Land decken, Frauen und Behinderte bevorzugt eingestellt und Nahrungsmittel ökologisch hergestellt werden. „Diese Bestimmungen werden streng kontrolliert“, versichert Biesemeier. Der Weltladen bezieht den Großteil seiner Waren aus Afrika, Asien und Lateinamerika von Fair-Handels-Großhändlern, wie etwa der Gepa.
Die „Renner“ in den Regalen sind fair gehandelter Kaffee, Tee und Schokolade. „Dieser Sektor ist deshalb so wichtig, weil hier im konventionellen Markt teilweise richtig üble Bedingungen wie Kinderarbeit herrschen“, erläutert Biesemeier. Produkte wie Nudeln und Reis ergänzen das Lebensmittelsortiment. Die andere Hälfte des Angebots besteht aus handwerklichen Produkten wie Taschen, Kleidung und Schmuck. Mit einigen der Produzenten pflegt der Weltladen direkte Kontakte, so mit einem Familienbetrieb in Nepal.
Die Geschäftsführerin kann sich über einen wachsenden Zuspruch freuen: Der Umsatz ist seit 2008 verdoppelt worden und betrug im vergangenen Jahr rund 80 000 Euro. „Unser Käuferpublikum wird breiter, geht immer mehr über die Stammkundschaft hinaus.“ Der Weltladen ist nicht gewinnorientiert, die kleinen Überschüsse werden für Entwicklungsprojekte gespendet.
Um den Betrieb des Weltladens zu gewährleisten, ist neben dem Mini-Job von Biesemeier der regelmäßige Einsatz von 16 Ehrenamtlichen erforderlich. Die meisten sind nach den Worten der Geschäftsführerin aktive Mitglieder ihrer Kirchengemeinden und sehen ihr Engagement im Weltladen „ausdrücklich unter dem christlichen Motiv, sich für Gerechtigkeit in der Welt einzusetzen“. Biesemeier dazu: „Die Arbeit macht Freude, weil man merkt, man kann wirklich etwas erreichen.“
In seiner Öffentlichkeitsarbeit möchte der Weltladen laut Biesemeier zur Bewusstseinsveränderung beitragen, „dass ich durch mein Konsumverhalten im Sinne eines fairen Handels die Welt ein kleines Stückchen verändern kann“.
Hervorgegangen ist der Weltladen 1987 aus einer Insitiative der kirchlichen Jugendarbeit. Mittlerweile ist der Verein „Arbeitskreis für faires Miteinander, Kooperation und Gerechtigkeit in der Welt e.V.“ der Träger, der eng mit der Landeskirche kooperiert.

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