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Ein offenes Ohr

Krankenhausseelsorgerin für Patienten und Mitarbeiter Ein offenes Ohr

Ein aufgeweckter Blick und ein weiches Lächeln liegen auf dem Gesicht der Stadthägerin Elisabeth Garner-Lischka (59). Mit ein paar Handgriffen rückt die Pastorin ihren blauen Schal zurecht, bevor sie von ihrem ersten Jahr als Krankenhausseelsorgerin für die Kliniken in Bückeburg, Rinteln und Stadthagen erzählt.

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Elisabeth Garner-Lischka.

Quelle: mak

Landkreis.  Auf die Frage, ob sie sich in ihrer Arbeitszeit als Seelsorgerin speziell kleide, reagiert die 59-Jährige mit einem Schmunzeln. „Schauen Sie mich an, so laufe ich immer rum, nicht in einem weißen Kittel oder Ähnlichem.“ Lediglich ein Namensschild, das sie auf Höhe der Brust anpinnt, weißt darauf hin, dass Garner-Lischka zuständige Krankenhausseelsorgerin ist.

Offiziell eingeführt in ihr Amt wurde die Geistliche, die auch heute noch als Pastorin tätig ist, am 17. Januar 2014. Da war sie bereits ein halbes Jahr im Amt. „Das war auch gut so“, meint die Seelsorgerin. So sei es ihr möglich gewesen, sich in Ruhe in das neue Arbeitsfeld einzugliedern.

Der hauptsächliche Anlass ihrer Einstellung war zu Beginn die geplante Fusion der drei Krankenhäuser. Neben den Patienten hatte Garner-Lischka also auch von Anfang an ein offenes Ohr für die Mitarbeiter, die mit diesem Prozess an neuen Aufgaben wachsen müssen.

Was sie in ihrem ersten Jahr jedoch besonders berührte, war der Umgang mit Patienten, die sich am Ende ihres Lebenswegs befanden. „Diese Ohnmachtserfahrungen der Menschen waren sehr emotional“, gesteht Garner-Lischka. Ihr sei bewusst, dass sie an der Grundsituation dieser Menschen nichts ändern kann, „aber Ärzte wissen, dass es Menschen in dieser Situation gut tut, seelsorgerisch begleitet zu werden.“

Sie habe die Erfahrung machen dürfen, dass diese Menschen nach einem Gebet oder einem Gespräch mit ihr, in dem sie frei heraus über alle Ängste und Sorgen reden dürfen, meist etwas ruhiger sind.

Dieser Kontakt mit den Menschen, mit dem sie etwas bewegen könne, sei für sie als Pastorin „ein Geschenk“, wie sie sagt. Bereits vor ihrer Zeit als Krankenhausseelsorgerin setzte sie sich knapp 30 Jahre lang in drei unterschiedlichen Kirchengemeinden verstärkt im Bereich Hospizarbeit ein. Im Februar 2010 schloss die Mutter von drei Kindern schließlich ihre Ausbildung zur Krankenhausseelsorgerin ab.

Im Hinblick auf die Fusion der Krankenhäuser hegt die 59-Jährige vor allem im Bereich der Arbeitsorganisation Hoffnung: „Sich um drei Häuser zu kümmern, und bei allen von ihnen vor Ort zu sein, ist sehr zeitaufwendig.“ Sobald die Fusion erfolgt ist, könne sie sich also sowohl um Mitarbeiter als auch um die Patienten an einem Ort kümmern und ihre Energie gebündelt in die Arbeit stecken, die Garner-Lischka von Herzen betreibt. mak

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