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Eine Frage des Benehmens

Kulturaufführungen in Stadthagen Eine Frage des Benehmens

Die Akteure auf der Bühne stehen bei Kulturaufführungen zwar meist im Fokus, wenn sich die Sitznachbarn aber unterhalten oder ständig Flaschen und Gläser klirren, fällt es vielen schwer, ihre Aufmerksamkeit auf die eigentliche Veranstaltung zu richten.

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STADTHAGEN. In einem konkreten Fall hat ein SN-Leser sein schlimmstes Erlebnis als Gast bei einem Konzert in Stadthagen geschildert: Einige Besucher hätten unentwegt mit dem Handy fotografiert oder Nachrichten geschrieben und die dann während des Konzertes mit ihren Sitznachbarn erörtert. Besonders empört habe ihn aber eine „Dame, die ihre Füße auf die Balustrade legte“. Damit sei für ihn die Grenze guten Benehmens überschritten. Sind diese Eltern gegenüber ihren Kindern heute noch Vorbild?, fragt sich der verärgerte Konzertbesucher.

„Für mich hat das was mit guten Manieren zu tun“, sagt Friedrich Lenz. Aus Sicht des Verantwortlichen für die Kultur-Reihe Paroli und Kreisvorsitzenden der Lehrergewerkschaft GEW sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass die Gäste eine Aufführung nicht durch Geräusche oder andere Verhaltensweisen stören. Bei den Paroli-Terminen in der Aula des Ratsgymnasiums sei es daher auch verboten, Getränke zu den Vorführungen mitzunehmen. „Das mag altmodisch klingen, aber da beharre ich drauf“, betont Lenz. Das sei der übliche Standard für Theater- oder Musikaufführungen auch in anderen Einrichtungen und gehöre seiner Meinung nach zu den Rahmenbedingungen.

Auch in der Alten Polizei sind Gläser tabu

Ähnlich sieht es auch Klaus Strempel, Geschäftsführer des Kulturzentrums Alte Polizei. Vor jeder Aufführung gebe er auch den Hinweis, die Mobiltelefone stummzuhalten. In den Pausen könnten Besucher Getränke zu sich nehmen, aber wenn bei einem Konzert mit den Gläsern geklirrt wird, lenke das die Aufmerksamkeit ab. Daher seien Gläser und Flaschen im Saal der Alten Polizei auch tabu. „In der Regel wird das akzeptiert, schon aus eigenem Interesse.“

Es gäbe natürlich auch Veranstaltungen, bei denen Essen und Trinken erlaubt sei, erklärt der Geschäftsführer der Alten Polizei. Doch in einem Punkt seien sich alle einig: Das Geschehen auf der Bühne ist der Grund, warum solche Veranstaltungen besucht werden. Daher sollten sich die Gäste auch entsprechend verhalten, damit alle die Aufführung genießen können. tbh

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