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Eine Stadt voller Splitt

Polizei warnt Verkehrsteilnehmer Eine Stadt voller Splitt

Es klackert in einer Tour. Es staubt. Vorwärts geht es nur langsam. Und mit jedem Knall steigt die Sorge um den Lack. Die Stadt Stadthagen hat in den vergangenen Tagen etliche Haupteinfallsstraßen großflächig mit Splitt versehen. Die Polizei spricht von einer „extrem gefährlichen Situation“.

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Auch auf  St. Annen ist alles voll mit Rollsplitt.

Quelle: rg

STADTHAGEN. Auf Anfrage erläutert das Stadthäger Bauamt die Maßnahmen. Mit einem im vergangenen Jahr gekauften Reparaturzug werden derzeit die Löcher in den Straßen gekittet. Dazu wird Bitumen in die Schlaglöcher verfüllt, erläutert Fachbereichsleiter Gerd Hegemann. Um diese Masse anschließend zu versiegeln, werde der Rollsplitt eingesetzt. Es dauere zwei Wochen in etwa, dann sei die reparierte Stelle durch den Verkehr festgefahren.

 So weit auch nachvollziehbar. Was allerdings Bürger und auch die Polizei wundert, sind die Mengen an Splitt, die der Bauhof straßenzugweise verteilt hat. Besonders in den Abendstunden der vergangenen Tage fuhren Verkehrsteilnehmer über eine dicke Deckschicht Kieselsteine. Lang und breit wie die Fahrbahn. So zum Beispiel am späten Mittwochabend auf St. Annen der Fall. „Es macht den Anschein, als hätte die Stadt zu viel Rollsplitt über, der weg muss“, kommentiert ein SN-Leser.

 Nach Angaben der Verwaltung wurden in dieser Form die Straßen St. Annen, Bahnhofstraße, Nordsehler Straße, Gubener Straße, Probsthäger Straße, Hüttenstraße, Nordring und Teichstraße bearbeitet. Je nach Wetter kommt heute auch in Enzen der Reparaturzug zum Einsatz.

Ein Novum für die Polizei

 Auch für die Stadthäger Polizei ist dieses Maß an Rollsplitt-Verteilung ein Novum. „So kennen wir das nicht“, sagt Behördensprecher Axel Bergmann. Er warnt in diesem Zusammenhang alle Verkehrsteilnehmer, auf Rollsplit-Decken besonders vorsichtig zu fahren. „Der Bremsweg wird um ein Vielfaches länger“, betont er. In den kommenden Tagen, wenn sich die Kiesel verteilt haben, sollten Autofahrer mehr Abstand halten.

 Noch kritischer wird es für Zweiradfahrer. Die hätten derzeit kaum Chance, einigermaßen sicher auf den Straßen vorwärtszukommen. Denn die Steine werden durch den Verkehr nach rechts außen verdrängt. Dort häufen sie sich an. „Für den Radler ist es, als würde er auf Schnee fahren“, weiß Bergmann aus eigener Erfahrung. „Das ist lebensgefährlich.“ Besonders vor dem Hintergrund, dass Radfahrer vermehrt auf die Straße sollen, eigentlich widersinnig.

 Durch den Regen und Sturm der vergangenen Tage wurde etliches an Split in die Gossen entlang der Fahrbahnen getrieben. Bleibt abzuwarten, was dort mit den Resten des Rollsplittes passiert.  vin

 

Richtig verhalten auf Rollsplit

Richtgeschwindigkeit 30 Kilometer pro Stunde

Abstand zum Vordermann vergrößern

Längeren Bremsweg einkalkulieren

Vor Kurven und Kreuzungen früher bremsen

Nicht extrem beschleunigen

Motorradfahrer sollten Fahrspur der Autofahrer nutzen

Quelle: Michael Remus (Fahrschule Stadthagen)

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