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Eingemeindung bringt Geld fürs Tropicana

Stadthäger CDU benennt Finanzierungsmöglichkeit Eingemeindung bringt Geld fürs Tropicana

Bei der Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes hat Gunter Feuerbach seine „Vision“ für die Zukunft des Tropicana verkündet.

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Stadthagen. Mehr als fünf Millionen Euro soll die Stadt bis 2019 in das Schwimmbad investieren. Für die nötige Finanzspritze könnten Mehreinnahmen durch Eingemeindungen sorgen, ist der CDU-Ratsherr überzeugt.

Neben dem Bau eines Bewegungsbeckens sollte – nein: müsse – die Stadt auch eine zweite Rutsche und einen Sprungturm samt tiefem Becken schaffen, so Feuerbach. Im Außenbereich schwebt ihm ein Schwimmteich für die Saunabesucher vor.

Nur durch eine solche Attraktivitätssteigerung ließe sich das jährliche Defizit von zwei Millionen Euro reduzieren. „Der Besucherrückgang ist sonst nicht aufzuhalten“, ist Feuerbach überzeugt.

Drei Finanzierungsvarianten bringt der CDU-Politiker ins Spiel: Zum einen könnte die Stadt Kredite aufnehmen, „die angesichts des niedrigen Zinsniveaus günstig sind“.

Zum anderen besitze die Stadt ein internes Anlagevermögen in Höhe von 6,9 Millionen Euro in Form des Darlehens für die Abwasserbetriebe. Da es sich um einen Eigenbetrieb handelt, habe sich die Stadt das Geld quasi selbst geliehen. „Es besteht die Möglichkeit, das Geld aus dem Darlehen zu nehmen. Die Abwasserbetriebe könnten stattdessen einen Kredit auf dem Kapitalmarkt aufnehmen – zu einem Zinssatz von unter einem Prozent“, rechnet Feuerbach vor. „Die Stadt wird dadurch nicht zusätzlich belastet.“

Die dritte Variante dürfte den größten Zündstoff bergen. „Seit Jahren reden wir darüber, dass der Landkreis zu kleinräumig organisiert ist“, erinnert Feuerbach, der auch CDU-Fraktionschef im Kreistag ist. „Wenn Stadthagen mehr als 40.000 Einwohner hätte, würde das jährliche Mehreinnahmen in Höhe von mehr als drei Millionen Euro bringen.“

 Erreichen will Feuerbach das durch eine Eingemeindung von wahlweise Niedernwöhren und Nienstädt oder Lindhorst und Sachsenhagen. Hauptsache, aus drei Gebietskörperschaften werde eine. „In allen Fällen würde die Einwohnerzahl auf über 40.000 steigen“, hat der Politiker ausgerechnet.

 Nach dem niedersächsischen Finanzausgleichsgesetz würde sich daraus ein jährlicher Steuervorteil von mehr als drei Millionen Euro ergeben. „Damit hätte die vergrößerte Stadt Stadthagen drei Millionen Euro mehr als die drei Kommunen derzeit zusammen.“

 Das sei zwar ein „ganz, ganz dickes Brett“, räumt Feuerbach ein. Andererseits würden sich gerade die kleinen Gemeinden darüber beklagen, dass sie zu wenig Geld hätten.

 „Wir wollen diese Vision umsetzen“, betont Feuerbach im Namen der CDU-Ratsfraktion. Wohlgemerkt: Gemeint ist der Ausbau des Tropicana, nicht die Eingemeindung der Nachbarn. „Die Mehrheitsgruppe muss nun sagen, wie sie es finanzieren will.“

ber

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