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Einigung bei Faurecia – Weg frei für Neubau

Autositzhersteller und IG Metall erfolgreich in vierter Verhandlungsrunde Einigung bei Faurecia – Weg frei für Neubau

Nachdem Anfang der Woche noch alles zu scheitern drohte, haben die Verhandlungen bei Faurecia nun doch ein glückliches Ende gefunden. Arbeitgeber und Gewerkschaft einigten sich auf eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit.

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Stadthagen. Damit dürfte auch dem 35 Millionen Euro schweren Neubau nichts mehr im Wege stehen.

 Das Management hatte die Investition von der Bereitschaft der Belegschaft zu Mehrarbeit abhängig gemacht. Beide Seiten haben sich in der vierten Verhandlungsrunde darauf verständigt, dass für bis zu 33,5 Prozent der Beschäftigten die Arbeitszeit einzelvertraglich auf bis zu 40 Wochenstunden erhöht werden kann. Die tariflich vorgesehene Quote liegt bei 18 Prozent. Die Regelung soll zunächst für mindestens zwei Jahre gelten und beginnt mit der verbindlichen Investitionszusage. Wie berichtet, will der Autositzhersteller in Stadthagen für rund 35 Millionen Euro ein neues Entwicklungs- und Verwaltungszentrums bauen.

 Nach Angaben der IG Metall hat sich Faurecia zudem verpflichtet, in den nächsten fünf Jahren mindestens 500 Dauerarbeitsplätze zu sichern. Derzeit werden dem Standort knapp tausend Beschäftigte zugerechnet – nicht alle davon arbeiten tatsächlich in Stadthagen.

 Anfang 2017 wollen die Tarifparteien in ergebnisoffene Verhandlungen über den Abschluss eines „Tarifvertrages lebensphasenorientierte Arbeitszeit“ eintreten, heißt es weiter. Zunächst hatte die IG Metall diese Forderung schon mit den jetzigen Gesprächen verknüpfen wollen. Dabei solle dann mit Blick auf die 40-Stunden-Woche auch über eine Verlängerung der Quotenregelung verhandelt werden.

 „Wir sind froh, dass wir zu einer Einigung gekommen sind, nachdem Faurecia am Dienstag das Scheitern der Verhandlungen verkündet hatte“, sagt der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nienburg-Stadthagen, Thorsten Gröger. Mit den Investitionen bestehe nun endlich wieder eine gute Chance für eine stabile Entwicklung der Beschäftigung. Das Ergebnis sei deshalb „gut vertretbar – auch wenn wir uns gewünscht hätten, dass sich Faurecia zu einer höheren Beschäftigungszusage durchringt“, sagte Gröger.

 Auch Landrat Jörg Farr zeigte sich sichtlich erleichtert. „Ich danke den Beteiligten für die schnelle Einigung und freue mich, dass damit wieder die Aussicht auf einen Neubau und auf den Erhalt Hunderter qualifizierter Arbeitsplätze besteht.“ Farr hatte in den vergangenen drei Tagen hinter den Kulissen vermittelt und dabei auch Wirtschaftsminister Olaf Lies um Unterstützung gebeten.

 Heute soll eine außerordentlichen Mitgliederversammlung der IG Metall das Ergebnis absegnen. mf

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