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Einmal mehr Ärger um Öffnungszeiten

Stadthagen / Wochenmarkt Einmal mehr Ärger um Öffnungszeiten

Mit viel Ärger, scharfem Ton und ein bisschen Pathos ist am Dienstag die geänderte Satzung für den Wochenmarkt auf die Tische des Wirtschaftsausschusses gekommen.

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Es wird wohl bei 13 Uhr bleiben: Im Wirtschaftsausschuss sorgen die Öffnungszeiten des Wochenmarktes noch einmal für Furore.

Quelle: rg

Stadthagen (jcp). Im Mittelpunkt standen einmal mehr die Öffnungszeiten, die nach den Debatten der vergangenen Wochen nun doch nicht um eine Stunde auf 14 Uhr erweitert werden sollen. Richard Wilmers (WIR) sprach von einem „Versagen des Managements“, Bürgermeister Bernd Hellmann nannte die Vorwürfe „eine Frechheit“.

 Zuvor hatte Jens Klugmann (CDU) kritisiert, es sei den Bürgern nicht zu vermitteln, warum der Ausschuss seit fünf Jahren ergebnislos über die Änderungen diskutiere. Als Vertreter des Stadtmarketings zeigte Günter Raabe sich von der Satzung mit den neuen alten Öffnungszeiten „sehr enttäuscht“. Der Wochenmarkt bis 14 Uhr hätte Stadthagen ein „Alleinstellungsmerkmal“ beschert. Aus Gesprächen mit Einzelhändlern, die sich zeitlich bereits an die lange geplanten Änderungen angeglichen hätten, wisse er von deren Verärgerung. Raabe dramatisch: „Wir haben eine historische Chance vertan.“

 Hellmann schwenkte auf Raabes Anschauung ein, bevor er spürbar aufgebracht in Richtung Klugmann bemerkte: „Wenn Sie von fünf Jahren Diskussion sprechen, ignorieren Sie dabei alle Änderungen, die wir in dieser Zeit vorgenommen haben.“ Im Übrigen habe auch Klugmann die in dieser Zeit vorgebrachten Beschlüsse mitgetragen.

 Den Vogel schoss allerdings WIR/FDP-Sprecher Wilmers ab: Dass der Bürgermeister schlussendlich „aufgegeben“ habe, zeige, dass „der Wille von Verwaltung und Stadtmarketing allein nicht ausreicht“. Die betroffenen Gruppen, insbesondere die Beschicker, hätten Wilmers zufolge stärker in die Entscheidungsfindung mit einbezogen werden müssen. Der WIR-Mann verwies auch auf eine Umfrage in den SN, die, „wenn sie auch nicht repräsentativ war“, gezeigt habe, dass weder Beschicker noch Kundschaft einen Markt bis 14 Uhr als sinnvoll erachten.

 Hellmann leitete den Gegenangriff zunächst mit einem unverbindlichen Allgemeinplatz ein: „Wir werden am Ende nicht jeden zufriedenstellen können.“ Dann hieß es Feuer frei auf Richard Wilmers. Eine „Frechheit“ sei es, die geänderte Wochenmarktsatzung mehr oder weniger direkt als „Projekt des Bürgermeisters“ zu bezeichnen. „Aber das kennen wir ja nicht anders von Ihnen“, schimpfte Hellmann weiter an Wilmers gewandt.

 Die Händler seien unter anderem über ihren eigenen Beirat durchaus und „intensiv“ eingebunden gewesen, weiterhin suche die Verwaltung das Gespräch mit allen Betroffenen. „Ich möchte Sie noch einmal in aller Deutlichkeit daran erinnern“, sagte Hellmann in die Runde: „Sie sind nicht die Vertreter einzelner Gruppen. Sie sind die Vertreter der Gesamtinteressen der Stadt Stadthagen.“

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