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Einsatzkräfte beklagen Informationsmangel

Mega-Baustellen Einsatzkräfte beklagen Informationsmangel

Das augenblickliche Baustellenchaos in Stadthagen – es verlangt nicht nur Autofahrern und Anwohnern eine Menge Geduld und Verständnis ab. Feuerwehr und Rettungsdienst fühlen sich von der Stadt nur unzureichend über die Verkehrsbeeinträchtigungen informiert. Ihre Sorge: Bei Notfalleinsätzen könnten wertvolle Minuten verloren gehen.

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Stadthagen. „Insbesondere die kurzfristig eingerichteten Baustellen stellen für uns ein Problem dar“, sagt Stadtbrandmeister Rolf Bruns. Die Einsatzfahrzeuge seien bisweilen zu groß für verengte Fahrbahnen, auch weil nicht überall die Bürgersteige befahrbar seien. „Unter Umständen bedeutet dies längere Anfahrtswege“, verdeutlicht Bruns, was wertvolle Zeit koste, wenn es um Leib und Leben gehe. Glücklicherweise sei bislang noch nichts passiert.
Der Stadtbrandmeister hofft für die Zukunft, dass die Feuerwehr frühzeitig über die Baustellen und die damit verbundenen Einschränkungen informiert wird. Bisher erführen die Einsatzkräfte dies oft nur aus der Zeitung oder in Gesprächen untereinander, sagt Bruns.
Auch beim DRK-Rettungsdienst hält man die Situation für unglücklich. „In der Regel werden wir von den Kommunen im Vorfeld über Straßensperrungen und Baustellen informiert“, sagt Geschäftsführer Bernd Gerberding. Nur in Stadthagen sei dies bedauerlicherweise nicht der Fall, klagt der Rettungsdienst-Chef. Ähnlich wie bei der Feuerwehr sind die Helfer hier darauf angewiesen, sich gegenseitig auf dem Laufenden zu halten.
Dass es bislang noch nicht zu Problemen gekommen sei, hänge zum einen damit zusammen, dass die Rettungswagen jede Engstelle hätten passieren können. „Zudem können wir bei einer Notfallrettung das Wegerecht in Anspruch nehmen“, erklärt Gerberding. Mit eingeschaltetem Martinshorn und Blaulicht dürften dann beispielsweise auch Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung befahren oder Kreuzungen bei Rotlicht überquert werden.
Die Stadthäger Polizei hat nach Worten ihres Sprechers Axel Bergmann vorsorglich alle Baustellen kontrolliert, um sicherstellen zu können, „dass wir bei Einsätzen jeden Punkt der Stadt genauso schnell erreicht können wie sonst“. Im Gegensatz zu Rettungsdienst und Feuerwehr wird die Polizei aber schon bei der Einrichtung der Sperrungen beteiligt. Das geht laut Bergmann so weit, dass in Einzelfällen auch Nachbesserungen bei den Kommunen eingefordert werden. So etwa bei der Umleitung im Bereich St. Annen. „Wir haben zusätzliche Schilder angemahnt, weil wir einige brenzlige Situationen beobachtet haben“, berichtet der Sprecher. bes

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