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Einsatzkräfte kämpfen mit störrischen Autofahrern

Uneinsichtigkeit im Straßenverkehr Einsatzkräfte kämpfen mit störrischen Autofahrern

Uneinsichtiges Verhalten gehört seit jeher zum Straßenverkehr. Beim Brand des Jetenburger Hofs in Bückeburg hat ein Autofahrer am Freitag aber besonders unbesonnen auf eine Absperrung reagiert und hat einen Feuerwehrmann angefahren, dessen Fuß dabei schwer verletzt wurde. Doch nicht nur bei diesem Einsatz hatten sowohl Feuerwehr als auch Polizei mit störrischen Verkehrsteilnehmern zu kämpfen.

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Stadthagen (js). „Das Problem taucht tatsächlich immer wieder auf“, weiß Polizeisprecher Axel Bergmann auf Anfrage zu berichten. Grundsätzlich sei die Polizei für Absperrungen zuständig, auch bei Feuerwehreinsätzen. Es komme mitunter vor, dass sich Autofahrer an Unfällen vorbei quetschen wollen, obwohl diese klar abgesperrt seien. „Da ist eigentlich nur gesunder Menschenverstand gefordert. Schließlich stehen die Beamten nicht zum Spaß da“, so Bergmann.
Es gelte nämlich, die Unfallstelle ausreichend zu sichern. Hält sich ein Autofahrer nicht daran, droht ihm wegen „Missachtung von Zeichen und Weisung“ die Zahlung eines Bußgelds. Bei längeren Einsätzen sei auch eine Beteiligung der Stadt oder des Bauhofs erforderlich, da die Einsatzfahrzeuge oft nur begrenzte Absperrmöglichkeiten bieten. Einen besonders dreisten Fall erlebten die Beamten bei der Regionalschau von 2011, als ein Mitarbeiter des Bauhofs an einer Absperrung an der Büschingstraße von einem uneinsichtigen Autofahrer verprügelt wurde.
„In weiten Teilen Niedersachsen ist diese Uneinsichtigkeit wirklich ein Hindernis“, weiß auch Klaus-Peter Grote zu berichten. „Bei unseren Feuerwehreinsätzen kommt es aber glücklicherweise selten vor, dass Absperrungen ignoriert werden“, schränkt der Kreisbrandmeister ein. Auch beim Ausrücken der Fahrzeuge reagieren durch die „Inanspruchnahme der Sonderzeichen“ andere Verkehrsteilnehmer oft entsprechend.
Aber wie verhält man sich richtig in einer solchen Situation? Wenn sich ein Einsatzfahrzeug auf offener Straße mit Sirene von hinten nährt, sollten in jedem Falle die Geschwindigkeit reduziert und das Auto anschließend so weit rechts wie möglich zum Stillstand gebracht werden, empfiehlt Bergmann. „Auch auf einer Kreuzung sollte man möglichst an die Seite fahren“ rät Kreisbrandmeister Grote. Der eigene Wagen muss dadurch aber nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. „Es gibt situationsbedingt sicher andere Möglichkeiten als beispielsweise eine zu hohe Bordsteinkante hoch zu fahren“, sagt Bergmann. Ansonsten gelte es, trotz möglicher grüner Ampel, nicht loszufahren, bis die Einsatzkräfte die Kreuzung passiert haben.
Auch auf der Autobahn komme es laut Grote oft vor, dass die Autofahrer nicht wüssten, das bei einem Stau eine Rettungsgasse zu bilden ist. „Das ist wirklich ein großes Problem“, sagt der Kreisbrandmeister. Dabei ist die Regelung einfach: Auf zweispurigen Autobahnen ist zwischen linker und rechter Spur eine Gasse zu bilden, bei einer dreispurigen Fahrbahn zwischen der linken und der mittleren Fahrspur.

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