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Stadthagen Stadt Elektronik-Fachmarkt kommt wohl im Herbst
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Elektronik-Fachmarkt kommt wohl im Herbst
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20:24 09.09.2011
Auf den derzeit noch freien Flächen im Kaufland-Gebäude soll sich noch im Herbst jede Menge Bewegung abspielen. © rg

Stadthagen (ssr). Diese Einschätzungen hat der städtische Bauamtsleiter Gerd Hegemann gestern auf Nachfrage abgegeben.

Um die von Verwaltung und Rat gewollte Ansiedlung eines Elektronikers dort auf einer Fläche von 2200 Quadratmeter zu ermöglichen, muss der bestehende Bebauungsplan geändert werden. Dasselbe gilt für die Ausweitung der Kaufland-Geschäftsfläche.

Weil das gesetzlich so vorgeschrieben ist, hat die Kreisverwaltung als sogenannte Raumordnungsbehörde untersucht, welche Auswirkungen diese Veränderungen auf die umliegenden Städte und Gemeinden haben könnten.

„Es geht um die Berechnung und Kanalisierung von Kaufkraftströmen und damit verbundenen Umsätzen“, erläuterte Hegemann: „Wie muss ein solches Projekt zugeschnitten sein, damit umliegende Orte und Mittelzentren nicht unzumutbar beeinträchtigt werden?“ Am Ende eines „sehr intensiven Beratungsprozesses“ seien aber alle Beteiligten mit den geplanten Veränderungen einverstanden gewesen, so der Bauexperte.

Die Verwaltung könne nunmehr dem Bauausschuss des Rates Ende September einen B-Plan-Entwurf vorlegen. Wird dieser wie zu erwarten gutgeheißen, muss er eine Weile öffentlich ausliegen, bevor er beschlossen werden kann. Diese Abläufe ermöglichen laut Hegemann gleichwohl die Umsetzung der Ansiedlungs- und Erweiterungsvorhaben noch in diesem Jahr.

Um diesen Vorhaben den Weg zu ebnen, hatte der Rat das sogenannte Zentrenkonzept der Stadt geändert. Damit ist neuerdings der Verkauf von Unterhaltungselektronik, Elektrokleingeräten, Computern und Zubehör, Telekommunikation sowie Foto und Film auch außerhalb der Altstadt erlaubt.

Die Politik hatte argumentiert, es liege im Interesse der ganzen Stadt, diese wichtigen Sortimente in einem Umfang anzubieten, „der dem starken Kaufkraftabfluss in diesem Bereich entgegenwirkt“. Die bisherige Sperre in diesem Sektor habe sich „als kontraproduktiv“ erwiesen.

Die Hoffnung, dass sich ein Elektroniker in der Altstadt ansiedelt, sei illusionär. Die Kombination eines großen Verbrauchermarktes mit einem Elektroniker am östlichen Stadtrand sei für die Gesamtinteressen der Kreisstadt ein wichtiger Schritt voran.