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Eltern und Lehrer dürfen nicht wegsehen

Mobbing Eltern und Lehrer dürfen nicht wegsehen

Ob Gewalttaten an der Grundschule Am Sonnenbrink (wir berichteten) im Vergleich zu anderen Schulen gehäuft vorgekommen sind und die eingeleiteten Präventionsmaßnahmen ausreichen, soll noch im Januar in einem Gespräch mit Mitarbeitern der Niedersächsischen Landesschulbehörde geklärt werden.

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Stadthagen. Die ersten wichtigen Schritte wurden aus Sicht von Schulpsychologe Bernd Deseniß von der Niedersächsischen Landesschulbehörde unternommen: „Die Schule hat das Problem erkannt und engagiert sich im Bereich des ,sozialen Lernens‘ seit vielen Jahren.“ Gemeinsam mit dem Jugendamt des Landkreises Schaumburg und der Stadt Stadthagen als Schulträger sei ein „umfängliches Präventionskonzept erarbeitetet und im Schulleben aktiv umgesetzt“ worden.
„Die beschriebenen Ausschreitungen kommen immer wieder in der Schule vor und gehören irgendwie zum Schulalltag“, betont Deseniß. Ob bei den Gewalttaten an der Grundschule Am Sonnebrink eine Häufung vorliegt, soll die Aufarbeitung und Analyse der Vorfälle zeigen. Als Ursache für die Häufung solcher Probleme komme aus fachpsychologischer Sicht nur das „Wegsehen der verantwortlichen Erwachsenen“, also der Lehrkräfte und der Erziehungsberechtigten, in Betracht.
Da das Verhalten der Kinder maßgeblich vom Umgang mit Konflikten innerhalb der Familie beeinflusst werde, sehen Deseniß Kolleginnen Anna Rosemann und Anika Edelmann vor allem die Eltern und Erziehungsberechtigten in der Pflicht „korrigierend einzugreifen, wenn normale kindliche Impulse von Aggression in ernst zu nehmende Gewalt übergehen“.
Die Aufgabe der Schule und des Kollegiums besteht Deseniß zufolge darin, regelmäßig eine Bestandsaufnahme der Situation zu machen und ein Gewaltpräventionskonzept zu erstellen, das die Bedingungen und die Situation an der Schule berücksichtigt. Im Bereich der Prävention habe die Grundschule Am Sonnenbrink nach Worten des Schulpsychologen „ihre Hausaufgaben gemacht“ und gemeinsam mit dem Jugendamt, der Polizei und dem Schulträger ein entsprechendes Konzept erstellt. Inwieweit die bisher getroffenen Maßnahmen ausreichen, müsse bei dem Gespräch mit der Landesschulbehörde erörtert werden.
Der Stadt Stadthagen als Schulträger misst der Schulpsychologe ebenfalls eine erhebliche Verantwortung bei. Unter anderem verweist Deseniß auf Untersuchungen, die gezeigt haben, dass die baulichen Gegebenheiten des Schulgebäudes das Auftreten von Gewalt verhindern oder begünstigen können. Eine weitere Möglichkeit des Schulträgers, Einfluss zu nehmen, sei die Bereitstellung von Schulsozialarbeitern und Betreuungskräften als fester Bestandteil eines umfassenden Präventionskonzeptes. Aus Sicht der Niedersächsischen Landesschulbehörde habe sich die Stadtverwaltung vergangenes Jahr deutlich engagiert und eine klare Position bezogen.

tbh

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