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Stadthagen Stadt Eltern wollen alle Möglichkeiten prüfen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Eltern wollen alle Möglichkeiten prüfen
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00:18 10.12.2017
Aktuell steht das Erdgeschoss des Gebäudekomplexes noch leer. Die Eltern hoffen weiter, dass eine Realisierung klappt. Quelle: rg
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STADTHAGEN

Wie PLSW-Geschäftsführer Peter Stuart auf Anfrage mitteilt, sind die Eltern „in einer Findungsphase“. Genauer: „Die Eltern prüfen mithilfe von Fachanwälten alle Möglichkeiten, ob es eventuell doch noch einen Weg gibt, das Projekt zu verwirklichen.“ Stuart geht davon aus, „dass Ende Februar eine endgültige Entscheidung vorliegen wird“. Einzelheiten zu den Überlegungen will Peter unter Rücksichtnahme auf die laufenden Verhandlungen jedoch nicht nennen.

Vier Millionen Euro investiert

 Die PLSW hatte – wie berichtet – vier Millionen Euro in den Gebäudekomplex investiert. Im Erdgeschoss sollten zwei intensiv betreute Wohngemeinschaften mit je acht mehrfach schwerstbehinderten Bewohnern entstehen. Das Projekt hätte im Oktober an den Start gehen sollen. Im vergangenen Sommer erfolgte dann aber völlig überraschend das Aus.

 Der Grund lag nach Darstellung der PLSW in zu Jahresbeginn in Kraft getretenen gesetzlichen Änderungen. Diese hätten die PLSW zu der Einschätzung gebracht, dass die Pflegekassen aller Wahrscheinlichkeit nach die Kosten für dieses spezielle Wohnprojekt nicht übernehmen würden. Daher wurde das wirtschaftliche Risiko von der Einrichtung als zu hoch eingeschätzt.

Mieteinnahmen fehlen

 Das Erdgeschoss des Gebäudekomplexes steht nach Angaben von Stuart immer noch leer. Zwar fielen nur geringe Betriebskosten an, es fehlten aber Mieteinnahmen. Diesen Zustand nehme man aber eine Zeit lang hin, so Stuart, „um die Eltern in ihrer Findungsphase nicht in Bedrängnis zu bringen“. Die Option, das Projekt doch noch zum Laufen zu bringen, solle damit offengehalten werden.

 Das Obergeschoss hingegen mit seinen zwölf barrierefreien Wohnungen ist laut Stuart mittlerweile wie ursprünglich geplant an behinderte Menschen vermietet. Einige von diesen würden von der PLSW je nach Bedarf ambulant betreut. Alle zwölf Wohnungen seien belegt. ssr

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