Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Eltern wollen alle Möglichkeiten prüfen

Wohnprojekt der PLSW Eltern wollen alle Möglichkeiten prüfen

Das überraschend nicht zustande gekommene Wohnprojekt für mehrfach schwerstbehinderte Menschen der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg Weserbergland (PLSW) an der Enzer Straße in Stadthagen ist von den betroffenen Eltern noch nicht aufgegeben worden. Sie lassen anwaltlich ihre Möglichkeiten prüfen.

Voriger Artikel
Vorsicht mit intimen Fotos
Nächster Artikel
20.000 Euro für Konzept für Bürgerwald

Aktuell steht das Erdgeschoss des Gebäudekomplexes noch leer. Die Eltern hoffen weiter, dass eine Realisierung klappt.

Quelle: rg

STADTHAGEN. Wie PLSW-Geschäftsführer Peter Stuart auf Anfrage mitteilt, sind die Eltern „in einer Findungsphase“. Genauer: „Die Eltern prüfen mithilfe von Fachanwälten alle Möglichkeiten, ob es eventuell doch noch einen Weg gibt, das Projekt zu verwirklichen.“ Stuart geht davon aus, „dass Ende Februar eine endgültige Entscheidung vorliegen wird“. Einzelheiten zu den Überlegungen will Peter unter Rücksichtnahme auf die laufenden Verhandlungen jedoch nicht nennen.

Vier Millionen Euro investiert

 Die PLSW hatte – wie berichtet – vier Millionen Euro in den Gebäudekomplex investiert. Im Erdgeschoss sollten zwei intensiv betreute Wohngemeinschaften mit je acht mehrfach schwerstbehinderten Bewohnern entstehen. Das Projekt hätte im Oktober an den Start gehen sollen. Im vergangenen Sommer erfolgte dann aber völlig überraschend das Aus.

 Der Grund lag nach Darstellung der PLSW in zu Jahresbeginn in Kraft getretenen gesetzlichen Änderungen. Diese hätten die PLSW zu der Einschätzung gebracht, dass die Pflegekassen aller Wahrscheinlichkeit nach die Kosten für dieses spezielle Wohnprojekt nicht übernehmen würden. Daher wurde das wirtschaftliche Risiko von der Einrichtung als zu hoch eingeschätzt.

Mieteinnahmen fehlen

 Das Erdgeschoss des Gebäudekomplexes steht nach Angaben von Stuart immer noch leer. Zwar fielen nur geringe Betriebskosten an, es fehlten aber Mieteinnahmen. Diesen Zustand nehme man aber eine Zeit lang hin, so Stuart, „um die Eltern in ihrer Findungsphase nicht in Bedrängnis zu bringen“. Die Option, das Projekt doch noch zum Laufen zu bringen, solle damit offengehalten werden.

 Das Obergeschoss hingegen mit seinen zwölf barrierefreien Wohnungen ist laut Stuart mittlerweile wie ursprünglich geplant an behinderte Menschen vermietet. Einige von diesen würden von der PLSW je nach Bedarf ambulant betreut. Alle zwölf Wohnungen seien belegt. ssr

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr