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Empörung über Arbeitsende von Nguyen-Fürst

Aufgaben „mustergültig erfüllt“ Empörung über Arbeitsende von Nguyen-Fürst

Die Wellen des Unmuts und des Protestes schlagen hoch: Zahlreiche Kirchenmitglieder und auch andere interessierte Bürger äußern ihr Unverständnis und ihre Verärgerung darüber, dass der Arbeitsvertrag mit der früheren Stadthäger Pastorin Thien Huong Nguyen-Fürst nicht verlängert worden ist.

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Moment der Stille: Thi Thien Huong Nguyen-Fürst erlebt im Januar 2015 in der Martini-Kirche die Einführung in ihr geistliches Amt.

Quelle: fwi

Stadthagen. Unter anderem spiegelt sich die Entrüstung in vielen Leserbriefen wider. Die Kritik richtet sich vor allem gegen den Umgang der Kirchenleitung mit der Pastorin. „Frau Fürst wurde gemaßregelt, wie man es heutzutage nicht einmal mehr Schülern zumutet“, schreibt etwa Julia von Kleist, Ehefrau des Sachsenhäger Pastors. Mit einem neuen geistlichen Stil habe Nguyen-Fürst viele Gemeindeglieder fasziniert, schildern einige Gemeindeglieder. Aber „gerade ihre Frömmigkeit schien der Kirchenleitung nicht zu gefallen“, formuliert von Kleist.

In einem Offenen Brief an Landesbischof Karl-Hinrich Manzke erhebt der Stadthäger Ulrich Georg Berrang gegenüber diesem schwere Vorwürfe. „Herr Superintendent Runnebaum ist von Ihnen offenbar bewusst über die Beendigung des Dienstverhältnisses mit Frau Nguyen-Fürst nicht einmal informiert worden“, heißt es da beispielsweise. Und weiter: „Nicht einmal im Oktober anlässlich Ihres Besuches beim Kirchenvorstand von St. Martini haben Sie es für nötig erachtet, auch nur ein Wort über die tiefgreifende Veränderung im Pastorenstand zu verlieren.“

Als „Lückenbüßer” eingesetzt?

Aus dem Umgang mit der Theologin könne man den Schluss ziehen, so Berrang in seinem Schreiben an Manzke weiter, „dass wegen eines vorübergehenden personellen Engpasses die Pastorin Fürst nur als ‚Lückenbüßer‘ eingesetzt werden sollte“. Der Vorwurf, der Pastorin sei eine landeskirchliche Vernetzung der Frauenarbeit nicht gelungen, „geht an den Tatsachen vorbei“, so Berrang weiter. Vielmehr habe Nguyen-Fürst ihre Aufgabe „mustergültig erfüllt“.

Manzke betonte zu dem Konflikt auf Anfrage gestern, die Stelle von Nguyen-Fürst sei von vornherein auf zwei Jahre angelegt gewesen. „Wir haben ihr eine Chance gegeben, in den Beruf reinzukommen“, erläuterte der Landesbischof: „Doch die Stelle können wir aufgrund der Größe der Landeskirche nicht aufrecht erhalten.“ Manzke unterstrich mit Blick auf die Pastorin: „Das wusste Frau Nguyen-Fürst von Anfang an.“ Manzke fügte ausdrücklich hinzu, Weiteres könne er zu der Sache nicht sagen „aus Gründen des Schutzes der Persönlichkeitsrechte “.

Der Landesbischof merkte aber weiterhin an, er stehe in Kontakt mit jedem einzelnen Leserbrief-Schreiber und gehe allen diesbezüglichen Anfragen nach – und zwar, „um Imageschaden von der Landeskirche zu wenden, wie es meine Pflicht ist“. ssr

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