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Stadthagen Stadt Endlich im Netz
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Endlich im Netz
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20:35 23.03.2017
Bürgermeister Oliver Theiß (von links), Wirtschaftsförderer Lars Masurek, Martin Wanjura und Winfried Zangerle freuen sich über das freigeschaltete WLAN rund um den Marktplatz in Stadthagen. Quelle: jemi
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Stadthagen

 „Stadthagen bietet von nun an das größte Netz in Schaumburg und darauf sind wir durchaus stolz“, erklärte Theiß gestern zufrieden. Durch das WLAN abgedeckt sei nun der gesamte Bereich rund um den Marktplatz, Obernstraße, Niedernstraße und Echternstraße – das entspreche dem kompletten Hauptgeschäftsbereich.

 „Wir gucken nach vorne und das WLAN ist ein weiterer Faktor, unsere Innenstadt zu beleben und attraktiver zu gestalten“, so der Bürgermeister. Er räumte ein, dass der Weg zum endgültigen Startschuss des freien Internets nicht ganz einfach war. Schließlich habe sich dieser einige Male nach hinten verschoben. Damit sprach Theiß indirekt die Kritik aus der Politik an, dass die Freischaltung zu lange auf sich warten gelassen hatte.

Immer wieder Probleme

Es habe immer wieder Probleme während der Planungs- und Durchführungsphase gegeben. Als Beispiel nannte er das Feuer in den Räumen über dem Drogeriemarkt vor einigen Wochen. Aber auch Hauseigentümer, die keine Löcher in der Wand duldeten, die für die Installation der Sender nötig waren, oder Verzögerungen beim Anbieter Vodafone hätten das Projekt aufgehalten: „Die Koordination ist manchmal eine Herausforderung für die Städte“, sagte Kommunikationsberater Winfried Zangerle, der den Hut bei der Installation des WLAN-Netzes aufhatte. In manchen Gemeinden dauere eine ähnliche Umsetzung noch deutlich länger, so Zangerle.

Dass die Umsetzung in Bad Nenndorf damals beispielsweise so schnell funktioniert habe, liege unter anderem an der einfachen technischen Installation dort.

Geschäfte profitieren von freiem WLAN

In Stadthagen müssten dagegen sieben Sender aufgebaut werden, die sich in der Stadthäger Innenstadt verteilen. Die seien aber sehr dezent und beeinträchtigten nicht das Stadtbild, betont Theiß. Um auf die Aktion des freien WLAN in der City aufmerksam zu machen, habe die Stadt ein Logo entworfen. Das soll in den kommenden Wochen per Aufkleber in den Handel gebracht werden. Die Geschäfte haben dann die Möglichkeit, das Logo ins Schaufenster zu kleben, so Masurek. Die Mitarbeiter der Stadt und auch der Kommunikationsexperte Zangerle sind davon überzeugt, dass alle Läden von dem WLAN profitieren. Die Aufenthaltszeiten vergrößern sich erfahrungsgemäß, wenn die Kunden frei surfen können. Insbesondere in der Gastronomie sei das der Fall, sagen sie unisono.

 Da illegale Downloads nicht komplett vermieden werden könnten, gebe es eine Vorratsdatenspeicherung, die bei der Anmeldung erstellt werde. Das Wichtigste sei, dass bei kriminellen Handlungen nicht die Stadt in die Verantwortung genommen werden könne. „Mit einem professionellen Dienstleister sind wir auf der sicheren Seite“, sagte Masurek. jemi

So geht's

Für das Einwählen in das städtische WLAN-Netz müssen die Nutzer keine persönlichen Daten, wie eine E-Mail-Adresse, angeben. Sie müssen allerdings die AGBs akzeptieren. Damit geben sie sich einverstanden, dass eine Vorratsdatenspeicherung vorgenommen werden kann. Zwei Stunden kann ein Nutzer am Stück surfen, danach muss er sich erneut anmelden. Das freie Internet ist der Stadt jährlich übrigens 5000 Euro für die laufenden Kosten wert, 9000 Euro musste sie für das Instandsetzen zahlen.

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