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Enge Finanzlage

Der Verein Kultur Stadthagen will kürzer trefen Enge Finanzlage

„Hoch anspruchsvoll“ seien die Veranstaltungen gewesen, die Abende „sehr zufriedenstellend“ gelaufen. Dieses insgesamt positive Fazit für die Saison 2015/16 zog Bernward Bock, Vorsitzender des Vereins Kultur Stadthagen, in der Hauptversammlung des Vereins.

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Bernward Bock: „Beim Diskurs um die Zehntscheune wollen wir dabei sein.“

Quelle: sk

Stadthagen. Im Vorfeld gab es allerdings auch kritische Stimmen zur Verpflichtung oft hochpreisiger Kammermusiker.

 Im kommenden Jahr werden auf jeden Fall weniger Konzerte angeboten: Dem 195 Mitglieder zählenden Verein steht eine Kürzung des jährlichen Zuschusses durch die Stadt um zehn Prozent auf 11000 Euro ins Haus. „Mit Optimismus und Kreativität müssen wir den Spagat zwischen Niveau und finanzierbarem Programm schaffen“, kommentierte Bock die Situation.

 Keinesfalls komme der Verein ohne Sponsoren aus, wolle er das Niveau der Konzerte halten, zeigte Schatzmeister Karl Dreyer auf. Dass die Gegenrechnung von Ein- und Ausnahmen für 2015 einen fünfstelligen Minusbetrag ausweist, beunruhigte Dreyer allerdings nicht. Ein Teil des Bilanzverlustes sei geplant gewesen, da das Guthaben des Vereins abgeschmolzen werden müsse. Ein anderer Teil sei stichtagsbezogen: Bereits 2014 habe es eine Sponsoreneinnahme für ein Konzert gegeben, das erst 2015 stattfand und erst dann die Ausgabe verursacht habe.

 Im Ausblick bat Dreyer die Vereinsmitglieder, dabei zu helfen, das Konzertniveau zu halten: „Kommen Sie zu den Veranstaltungen, damit keine Stühle leer bleiben.“ Dies habe es 2015 bei dem einen oder anderen Konzert gegeben.

 Veranstaltungsort des Vereins ist im Regelfall der Kaminsaal im Schloss, der jedoch nur Platz für maximal 120 Gäste bietet. Darum hat der Verein auch die benachbarte Zehntscheune im Visier. Bock bedauerte, dass Pläne für deren bauliche Zurüstung und das Bespielen des historischen Gebäudes für zwei Jahre in der Versenkung verschwunden gewesen seien. An diesen Plänen habe er in einem Arbeitskreis selbst mit gearbeitet. Bei dem nun wieder einsetzenden Diskurs um die Scheune „wollen wir mit dabei sein“. Auch abgesehen von der Zehntscheune stellte der Obernkirchner die Bereitschaft des Vereins Kultur zur Zusammenarbeit mit anderen Kulturschaffenden in Stadthagen heraus.

 Der Versammlungspunkt „Verschiedenes“ wurde unter Ausschluss der Presse abgehandelt, damit sich laut Bock jeder frei äußern könne, ohne befürchten zu müssen, dass sein Name gleich in der Zeitung stehe und damit Interna besprochen werden könnten. Kritische Äußerungen zum Programm, zur Verpflichtung der Künstler oder der Vereinsführung habe es jedoch nicht gegeben, teilte Bock am nächsten Tag auf Anfrage mit. Gleichwohl sind im Vorfeld der Versammlung Stimmen laut geworden, dass sich der Verein mit den Ausgabensummen für die Künstler übernehme und zu ambitioniert auf auswärtige Gäste schiele. Ein Vereinsmitglied, das namentlich nicht genannt sein will: „Wir sind nicht der Tempel der Musen für die ganze Region.“ sk

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