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Engmaschiges Integrationsnetz geplant

Stadtkonferenz in der Alten Polizei Engmaschiges Integrationsnetz geplant

Bei der ersten Stadtkonferenz haben Fachleute und engagierte Bürger über Probleme bei der Integration der Geflüchteten diskutiert, Ideen ausgetauscht und konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt. Die Teilnehmer widmeten sich dabei unterschiedlichen Themenbereichen.

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Rund 30 Teilnehmer der Stadtkonferenz diskutieren über geeignete Integrationsmaßnahmen für Stadthäger Neubürger.

Quelle: ber

Stadthagen. Die Ergebnisse sollen im Integrationsbeirat weiterverfolgt und von zum Teil bereits auserkorenen „Kümmerern“ umgesetzt werden.Dabei teilten sich die Teilnehmer zunächst in Arbeitsgruppen auf, die sich der Themenbereiche Kinder, Schule, Jugendliche, Arbeit, Sprache, Begegnung/Beratung, Freizeit und Wohnen annahmen und dann ihre Ergebnisse in großer Runde zur Diskussion stellten.

Kinder: Der Austausch zwischen Ehrenamtlichen und Schulen soll intensiviert werden. Zudem wollen Britta Kunze vom Familienzentrum und Sarah Scheele-Knoch vom Kindergarten Herminenstift eine Kooperation zwischen den Einrichtungen in die Wege leiten. Insbesondere im Bereich Deutschkurse für Frauen mit gleichzeitiger Kinderbetreuung besteht Bedarf. Das Familienzentrum hat nach Angaben von Kunze keine Raumkapazitäten, um beides gleichzeitig anbieten zu können.

Jugendliche : Der Kontakt zwischen Ehrenamtlichen, Schulen und Jugendvertretern von Vereinen soll hergestellt werden. Im Rahmen eines Stadtjugendforums sollen die Jugendlichen selbst angesprochen werden, um zu ermitteln, wo Bedarf besteht. Eine Facebookseite in den Sprachen der Geflüchteten soll eingerichtet werden. Stadtjugendpfleger Ralf Cordes soll als Schnittstelle zwischen Ehrenamtlichen, Vereinen, Verwaltung und Jugendlichen fungieren.

Freizeit: Ein Vertreter des VT Rinteln hat den Teilnehmern der Stadtkonferenz ans Herz gelegt, spezielle Projekte anzubieten, um die Geflüchteten zu erreichen. Da dies in der Regel Geld koste, sei es ratsam mit Schulen und dem Landessportbund zu kooperieren. Dies erleichtere den Zugang zu Fördermitteln. SPD-Ratsherr Thomas Pavlik will sich darum kümmern, dass diese Zielsetzung im geplanten Sportentwicklungskonzept der Stadt aufgenommen wird.

Sprache: Lehrer, die in Sprachlernklassen unterrichten, sollen untereinander vernetzt werden. Ein Problem in den Sprachkursen für Erwachsene stelle die hohe Fluktuation dar. Hier sollen nach Möglichkeit ehrenamtliche Begleiter für Verbindlichkeit sorgen. Außerdem vermissen die Teilnehmer der Stadtkonferenz Möglichkeiten für die Flüchtlinge, außerhalb der Sprachkurse Deutsch zu sprechen.

Wohnen: Ein Projekt könnte sein, Resthöfe von Geflüchteten herrichten zu lassen, um dort auch zu wohnen. Außerdem soll eine Homestory zeigen, wie Flüchtlinge in Stadthagen leben, um mit Vorurteilen aufzuräumen.Arbeit: Bernd Dittmer vom Jobcenter musste einräumen, dass seine Arbeitsgruppe keine Ergebnisse vorzuweisen hatte. Zu streng seien die gesetzlichen Bestimmungen. Zumindest im Bereich Ein-Euro-Jobs sei eine Beschäftigung für Asylleistungsbezieher möglich. Stephan Hartmann (Awo) erklärte, dass Praktika für die Erstorientierung sehr wichtig seien.

Begegnung/Beratung: Treffen der Koordinatoren der Ehrenamtskreise sollen initiiert werden. Zudem bestehe großer Bedarf, Ehrenamtlichen durch Fortbildungen insbesondere ein rechtliches Basiswissen zu vermitteln. Auf einem „Markt der Möglichkeiten“ sollen alle Ideen und Erfahrungen in Schaumburg dargestellt werden, damit Ehrenamtliche voneinander profitieren können. Um die Umsetzung soll sich die Koordinierungsstelle Ehrenamt kümmern. ber

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