Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Ente gut, alles gut

Zwei Bürgerinnen fangen verletztes Federtier Ente gut, alles gut

Zu Retterinnen für eine Ente in Not sind am vergangenen Wochenende Bianca Schütze und Rebecca Höhle geworden.

Voriger Artikel
Über 300 Bücher für Leseanfänger
Nächster Artikel
Stillstand auf ehemaligem Lada-Areal

Geschafft: Rebecca Höhle hat die verletzte Ente am Schlossgartenteich fangen können.

Quelle: vr

STADTHAGEN. Schütze war am Sonnabend bei einem Spaziergang am Teich im Schlossgarten eine verletzte Ente aufgefallen. Diese habe ihr rechtes Bein nicht mehr belasten können und in Konkurrenz um Futter keine Chance gegen ihre Artgenossen gehabt. Außerdem habe das Tier sehr zerzaust ausgesehen, schildert die junge Frau.

„Daraufhin habe ich über Facebook öffentlich um Hilfe gebeten“, erzählt die Lauenhägerin. „Rebecca Höhle hat mir sofort mit Rat und Tat zur Seite gestanden, und versucht, zu helfen.“ Doch auch zu zweit habe man die Ente nicht fangen können, um sie zu einem Tierarzt zu bringen.

Wenig hilfreich waren diverse Institutionen, bei denen Schütze daraufhin anrief. Unter anderem erfuhr sie laut eigener Aussage am Telefon von der Wildtierstation Sachsenhagen, dass diese sich nicht zuständig fühle. Gleiches sagte laut Schütze auch die verantwortliche Person am Telefon des Ordnungsamtes Stadthagen aus.

Der Leiter der Wildtierstation Sachsenhagen, Florian Brandes, ist sich sicher, dass ein Missverständnis vorliegt. „Wir nehmen regelmäßig Enten bei uns auf.“ Jede verletzte Ente könne aus diesem Grund zur Wildtierstation gebracht werden. „Am Wochenende hatten wir keine Kapazitäten, um jemanden zu schicken, der die Ente einfangen kann. Zuständig sind wir aber natürlich, Frau Schütze hätte das Tier zwischen 6 Uhr und 22 Uhr abgeben können.“

Ente gut, alles gut

Auch die Stadt bestätigt den Anruf von Schütze. „Da es sich bei den Enten um wild lebende Tiere handelt und diese weder Eigentum der Stadt noch Fundtiere sind, sind wir in solchen Fällen nicht zuständig“, erklärt Bettina Burger, Pressesprecherin der Stadt. Die Verwaltungsmitarbeiter hätten Schütze aber empfohlen, sich an die Wildtierstation und an den Tierschutzverein zu wenden.

Am Dienstag gelang es den beiden Frauen dann endlich, das verletzte Tier einzufangen. Wie abgesprochen, brachten sie die Ente zur Tierarztpraxis Paeger, die sich zuvor bereit erklärt hatte, die Ente kostenlos zu behandeln. „Sie hat eine Entzündung im Gelenk“, erklärt Höhle. Die 29-Jährige hat nun ein kleines Gehege für den gefiederten Patienten bei sich im Garten aufgebaut. „Sollte sie wieder vollständig genesen, kommt sie zurück“, sagt Höhle. „Wenn nicht, findet sie ein Zuhause, wo sie ohne Gefahren leben kann.“ mpv und vr

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

O’zapft is heißt es in der Stadthäger Festhalle wieder am Freitag und Sonnabend, 23. und 24. September. Dann dominieren die Farben Blau und Weiß in der Halle und fesche Frauen in farbenfrohen Dirndln tanzen auf den Tischen... mehr