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Stadthagen Stadt „Entlassungen dürfen nicht realisiert werden“
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt „Entlassungen dürfen nicht realisiert werden“
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00:17 20.12.2012
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Stadthagen (ssr). Die kurz vor Weihnachten und ohne Gespräche mit dem Betriebsrat vorgenommene Ankündigung sei für den Rat „nicht nachvollziehbar“. Denn Unternehmensleitung und Beschäftigte des hiesigen Faurecia-Werks hätten bewiesen, dass sie dank innovativer Lösungen „profitabel arbeiten können“, heißt es in dem Papier. Daher „haben Konzern und Unternehmensleitung vor Ort eine Verpflichtung gegenüber den Mitarbeitern, weiter diesen Weg im Sinne der Beschäftigten zu gehen“.

Der Rat fordert die Unternehmensleitung auf, „gemeinsam mit der Vertretung der Beschäftigten diese Stärken weiter zu enwickeln und kontinuierlich auszubauen“. Denn: „Ohne die Einheit von Produktionsentwicklung und Produktion muss befürchtet werden, dass der gesamte Standort gefährdet ist.“ Der Appell des Rates lautet: „Stadthagen muss auch zukünftig im bisherigen Maß Produktionsstandort für Faurecia bleiben.“

Er sei „erschüttert“ über die Vorgänge, bekannte Bürgermeister Bernd Hellmann. Er erwarte von der Unternehmensleitung „ein klares Bekenntnis zum Standort Stadthagen“. Nach Überzeugung von Karsten Becker (SPD/Grüne) sei „die Dramatik der Entwicklung nicht zu unterschätzen“. Das drohende Ende des Produktionswerks würde „nicht ohne Auswirkungen auf die hiesige Faurecia-Zentrale bleiben“, warnte er. Offenkundig seien für das Management ausschließlich konzernstrategische Gründe maßgebend. Zum Stil des Vorgehens sagte Becker: „So geht das nicht.“

Es handele sich „um tragische Ereignisse“, sagte Heiko Tadge (CDU). Eine solche „schreckliche Nachricht kurz vor einem christlichen Fest zu verkünden“, sei völlig unverständlich. Grundsätzlich gelte, dass „auch ausländische Konzerne sich an die soziale Komponente der Marktwirtschaft zu halten haben, wenn sie in Deutschland tätig sind“, mahnte der CDU-Politiker. Die Entwicklung sei „sehr schmerzlich“, fügte Richard Wilmers (WIR/FDP) an. Die Konzernleitung müsse „ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden“.

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