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Ergebnisse der Geruchsmessung stinken der Bürgerinitiative

Stadthagen Ergebnisse der Geruchsmessung stinken der Bürgerinitiative

Doch strittig ist die Häufigkeit und die Intensität des Geruchs. Wenn vom Asphaltmischwerk in Stadthagen die Rede ist, geht es häufig auch um eins: den Geruch. Dass es ab und an unangenehm riecht, stellt wohl niemand in Abrede.

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STADTHAGEN. Deswegen hatte die Bürgerinitiative „Bürgerprotest Stadthäger Asphaltmischwerk“ (BI) im vergangenen November das Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim dazu bewegt, Geruchsmessungen zu veranlassen. Die Ergebnisse sind nun da – und stinken der Bürgerinitiative.

Zwar haben die Luftproben ergeben, dass vom Asphaltmischwerk zeitweise ein intensiver und auch sehr unangenehmer Geruch ausgeht. „Insofern bestätigt das Gutachten die Wahrnehmungen vieler Bürger, die sich durch den Geruch vom Asphaltmischwerk belästigt fühlen“, so BI-Vorsitzender Jürgen Burdorf. Aber: Die Daten belegen, dass die Geruchsbelästigungen durch das Asphaltmischwerk weniger als 175 Stunden im Jahr betragen, und damit „irrelevant“ im Sinne der Grenzwerte des Immissionsschutzrechts sind.

Der Gesetzgeber ist gefordert

„Das zeigt wieder einmal, zu welchen absurden Ergebnissen Grenzwerte führen. Kann ich gerade im Sommer aufgrund des Gestankes mehrere Stunden nicht lüften oder mich im Garten aufhalten, so ist das immissionsschutzrechtlich irrelevant“, so Burdorf. „Nach der Rechtslage“, so Werner Schoch, stellvertretender BI-Vorsitzender, „müssen sogar in Wohn- und Mischgebieten bis zu 876 Stunden Gestank im Jahr hingenommen werden.“ Vorstandsmitglied Dieter Latus ergänzt: „Da aber unser Immissionsschutzrecht diese Belästigung den Bürgern zumutet, hat auch das Gewerbeaufsichtsamt keine Handhabe, um Abhilfe zu schaffen. Hier ist eindeutig der Gesetzgeber gefordert.“

Karsten Klein, Geschäftsführer der Firma Ahrens, die das Asphalt-Mischwerk am Georgschacht betreibt, sieht sich von den Ergebnissen bestätigt. „Das Gutachten hat ergeben, was wir ohnehin schon wussten. Wir bestreiten ja auch nicht, dass es, beispielsweise bei Asphaltverladungen, riechen kann.“ Dennoch heiße es für das Unternehmen nach dem für es so positiven Ergebnissen nicht einfach „weiter so“. Denn: „Wir haben uns Gedanken gemacht und werden freiwillig Maßnahmen ergreifen, um die Geruchsbelästigungen weiter zu reduzieren“, kündigt Klein an. Dies sei in Abstimmung mit Bürgermeister Oliver Theiß erfolgt, der „mit Nachdruck interveniert“ habe.  col

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