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Erinnerung in Wort und Klang

Stadthagen / Pogromgedenken Erinnerung in Wort und Klang

Anlässlich des Jahrestages der Reichspogromnacht hat der „Förderverein Ehemalige Synagoge Stadthagen“ gestern am späten Nachmittag in die St.-Martini-Kirche in Stadthagen zu einer Gedenkveranstaltung eingeladen.

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Ulrich Meyer (links) und Dietmar Post setzen musikalische Akzente bei der Gedenkveranstaltung in der St.-Martini-Kirche.

Quelle: lok

Stadthagen. Pastor Jörg Böversen eröffnete den literarischen Abend, der die Zuhörer quer durch die jüdische Literatur führen sollte. Diese Aufgabe übernahm Rolf Schultz, Mitglied der Rintelner Lesefreunde. Der ehemalige Lehrer vom Rintelner Gymnasium Ernestinum unterhielt sein Publikum, zum Teil auf Hebräisch, mit kurzweiligen literarischen Ausschnitten aus ganz unterschiedlichen historischen Werken. Sowohl ernsthaft als auch satirisch, scheute Schultz nicht, in der Kirche Ephraim Kishon zu zitieren, der laut Schultz als der bekannteste zeitgenössische israelische Schriftsteller bei dieser literarischen Reise nicht fehlen durfte.

Musikalische Akzente setzten Dietmar Post und Ulrich Meyer, die den Zuhörer parallel mit Saxophon und Gitarre in die passende Stimmung versetzten.

Jan Chluba, Eva Schiffkowsi, Anna Lena Ernst und Leon Romeike vom Ratsgymnasium (RGS) Stadthagen ergänzten die Ausführungen von Rolf Schultz mit eignen Texten, die im Rahmen eines Schulseminars entstanden sind. Unter der Überschrift „Über das große Morden“, eine Auseinandersetzung mit dem Genozid, beschäftigen sich die Schüler über vier Semester mit der dem Thema Völkermord, wie beispielsweise in Ruanda, Syrien und Auschwitz. Gemeinsam mit Max Lichte, Deutsch und Religionslehrer am RGS, haben die Oberstufenschüler, begleitet von einem Kamerateam, Auschwitz besucht und ihre Eindrücke anschließend in Worte gefasst. Ziel des Seminars ist es, sich ideologisch mit dem Thema Völkermord auseinanderzusetzen und eine zeitgemäße Erinnerungskultur für dieses schwerwiegende Thema zu erarbeiten und zu entwickeln. lok

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