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Erneut Drohung gegen CDU

Stadthagen Erneut Drohung gegen CDU

Erneut haben Unbekannte die Schaumburger CDU bedroht. Diesmal beließen es die Täter jedoch nicht bei einer Botschaft.

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Ein Beispiel für die von Klaus-Dieter Drewes angeprangerte Lebensmittelverschwendung in Deutschland liefern die Eierwerfer selbst.

Quelle: pr.

Stadthagen. Die Fassade der Geschäftsstelle des CDU-Kreisverbandes wurde mit Eiern beworfen, am Fenster klebte ein halb abgerissener Zettel mit der Botschaft: „Stürzt die Stasihure oder geht mit ihr unter. Merkel hat euch die Eier abgeschnitten (...) einen Eunuchenverein gemacht.“

Als der Fraktionsvorsitzende der CDU im Stadthäger Rat, Heiko Tadge, die Sauerei am Sonnabend gegen 12 Uhr bemerkte, verständigte er die Polizei. Der Staatsschutz ermittelt. Es ist das zweite Mal innerhalb weniger Wochen, nachdem Ende Oktober Flüchtlingsgegner damit gedroht hatten, einen Stein durchs Fenster der Geschäftsstelle zu werfen, wenn die CDU ihren Kurs in der Flüchtlingspolitik nicht ändert.

Statt Steinen hagelte es nun rohe Eier. Martina Gericke, Mitarbeiterin der Kreisgeschäftsstelle, kümmerte sich am Adventssonntag um die Beseitigung der Schmierereien. „Ich habe die festgeklebten Eier von der Scheibe gekratzt und die Schalen aufgesammelt“, berichtet Gericke, der angesichts einer solchen Dreistigkeit die Worte fehlen. „Was soll man dazu sagen?“

Angst vor persönlichen Angriffen hat Gericke nicht. „Allerdings werde ich ab sofort die Tür verschließen. Wer uns besuchen möchte, muss künftig klingeln.“ Der CDU-Kreisvorstand will im Januar zudem über weitere Sicherheitsvorkehrungen beraten.

Deutliche Worte findet der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes, Klaus-Dieter Drewes: „Das waren sehr gestörte Menschen. Ich verstehe, dass Bürger nicht immer alle politischen Entscheidungen nachvollziehen können. Aber man hat immer noch die Möglichkeit, sich selbst politisch zu engagieren, statt auf solch billige Weise.“

Den Menschen in Deutschland gehe es wahnsinnig gut, sagt Drewes. Täglich würden Unmengen an Lebensmitteln weggeschmissen. Daher könne er es nicht nachvollziehen, dass angesichts der ankommenden Flüchtlinge bei einigen die Toleranzgrenze überschritten ist, „obwohl keiner auf irgendetwas verzichten muss, die Sozialleistungen nicht geringer geworden sind und keiner mehr Steuern zahlen muss“.

Nach Ansicht von Drewes haben einige nicht begriffen, dass Politik nicht heiße: Wir können einfach tun, was wir wollen. „Wir leben in einer globalisierten Welt. Deutschland profitiert davon durch seine Exporte ohne Ende. Die globale Welt heißt aber auch, dass wir uns nicht abschotten können. Wir können Syrien nicht Syrien und Afrika nicht Afrika sein lassen. Wir sind wirtschaftlich alle miteinander verbunden.“ Es gelte vielmehr, die Menschen, die in Deutschland Zuflucht finden, mit auf den Weg zu nehmen „um unser tolles Land zu erhalten“.

Ihr Ziel haben die Eierwerfer jedenfalls verfehlt: Die Schaumburger CDU stehe mehr denn je hinter Kanzlerin Merkel und der Linie der Bundes-CDU, betont Drewes. ber

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