Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Erneut Streit über Integrationskonzept

15.000 Euro eingeplant Erneut Streit über Integrationskonzept

So hatte es sich die Stadthäger SPD/Die Grünen/FDP-Gruppe offenbar nicht vorgestellt, als sie dafür plädierte, 15.000 Euro in den Haushalt für ein Integrationskonzept einzustellen. Nun wurden Angebote von Fachbüros eingeholt. Eine Erarbeitung mit eigenem Personal ist laut Verwaltung nicht möglich.

Voriger Artikel
Unfallverursacher hinterlässt Lackspur
Nächster Artikel
Wettkampf der Vierbeiner
Quelle: dpa

Stadthagen. Wie berichtet, hatte die Politik gegen die Einstellung einer Integrationsbeauftragten votiert, die von der Verwaltung als notwendig eingestuft worden war. Die auf zwei Jahre befristete Stelle hätte 70 000 Euro Personalkosten verursacht. Stattdessen wollte die Mehrheitsgruppe ein Konzept erstellt haben – 15.000 Euro wurden dafür zur Verfügung gestellt.

Wie die Gleichstellungsbeauftragte Günes Tezcan im Sozialausschuss erklärte, liegen nun Angebote von drei Büros, darunter ein hiesiges, vor. Da sich die Angebote sehr in ihrem Umfang unterschieden, wolle sie die Anbieter zur nächsten Sitzung des Ausschusses einladen.

Dies rief bei den Mitgliedern Unverständnis hervor. Eigentlich hatte die Hoffnung bestanden, wie Vorsitzender Thomas Pawlik, zusammenfasste, dass die Stundenzahl eines Verwaltungsmitarbeiters dementsprechend aufgestockt würde.

Fachbereichsleiterin Iris Freimann jedoch betonte, dass das personell nicht möglich – und auch nicht von allen Seiten gewünscht sei. „Es stand ja schon der Vorwurf im Raum, dass sich die Stadt selbst ihre stellen schafft, wenn sie selbst das Konzept erstellt. Ein Anbieter von außen habe zudem den Vorteil, neue Blickwinkel mitzubringen.

Doch genau dort setzt die Kritik einiger Mitglieder an, da es doch besser sei, jemanden mit dieser Aufgabe zu betrauen, der „die Situation vor Ort kennt“, wie es Rolf Rösemeier-Tietjen (Die Grünen) Formulierte.

Heiko Tadge (CDU) fühlte sich angesichts dieser Debatte bestätigte, habe doch seine Partei gegen die Einstellung des Geldes plädiert. „Wir waren damals schon skeptisch und wollten das Konzept aus eigenen Mitteln und Leuten aus der Verwaltung, erstellen lassen. Dafür hätten sie natürlich an anderen Stellen entlastet werden sollen.“

Das Thema soll jetzt erneut in den Fraktionen beraten werden. col

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Mehr zum Artikel
Beschluss vertagt

Die Debatte um einen möglichen Integrationsbeauftragten, ist im Stadthäger Sozialausschuss gestartet und wird wohl noch länger Diskussionsthema bleiben. Die Gleichstellungsbeauftragte Günes Tezcan sprach sich für eine entsprechende Neubesetzung aus. Der Beschluss wurde jedoch vertagt.

mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr