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Erster Schritt für Hochwasser-Projekt

Stadthagen Erster Schritt für Hochwasser-Projekt

Der erste Schritt zur Umsetzung des bisher umfangreichsten Hochwasserschutz-Projektes in Stadthagen ist gemacht. Der Planungs- und Bauausschuss des Rates hat in seiner jüngsten Sitzung einmütig die Aufstellung des Bebauungsplans „Westlich des Krummen Baches“ empfohlen.

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Im Gelände westlich des Jahnstadions (Ecke rechts oben) sollen die beiden Hochwasserschutzbecken platziert werden.

Quelle: rg

Stadthagen. Die Zustimmung des Verwaltungsausschusses Mitte Oktober gilt als sicher. Damit wäre das Bauleitverfahren für das voraussichtlich rund zwei Millionen Euro teure Projekt angeschoben.

 Das Plangebiet umfasst insgesamt 33,8 Hektar im Westen der Kreisstadt. Ein riesiges Hochwasserschutzbecken mit einem Fassungsvermögen von 24000 Kubikmetern soll westlich des Jahnstadions entstehen. Ein zweites, 8000 Kubikmeter großes Becken, ist für den Bereich südlich der Firma Lühr an den Gleisen der Rinteln-Stadthagener Eisenbahn geplant.

 Mit Blick auf das letztgenannte Becken stellte Gerd Tüting (SPD) in Frage, ob dieser Standort wirklich optimal gewählt sei. Vielmehr sei dieses Areal als Gewerbefläche für die Ansiedlung neuer Firmen geeignet, weil es einen Anschluss an die Bahn ermögliche und nach Norden ohnehin an den Industriebetrieb Lühr grenze. Bauamtsleiter Gerd Hegemann reagierte darauf mit dem Hinweis, der Boden in dem besagten Gelände sei mutmaßlich durch Kokerei-Rückstände aus dem früheren Bergbau belastet. Dann wäre eine Bebauung nicht ohne vorherige Untersuchung und eventuell nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Hegemann zeigte Tüting gleichwohl die Möglichkeit auf, seine Idee im Rahmen der Bürgerbeteiligung einzubringen.

 Das Bebauungsplanverfahren wird mit der frühzeitigen Bürger- und Behördenbeteiligung beginnen. Teil davon soll nach dem Willen der Verwaltung eine Informationsveranstaltung für Bürger sein.

 Außer den beiden Rückhaltebecken umfasst das Projekt weitere Planungselemente. So soll in dem Areal ein Natur- und Kulturlandschafts-Erlebnispfad angelegt werden, der unter anderem über Themen wie Industriekultur und den Klimawandel als Ursache für vermehrte Hochwasser-Ereignisse informiert. Der Wohnmobilplatz am Tropicana wird erweitert. In dem größeren der beiden Becken soll eine Bedarfsparkfläche für die Sportanlagen und eine Ausreitfläche für den benachbarten Reitverein entstehen. Der Krumme Bach wird renaturiert. Der Reit- und der Tennisverein erhalten Erweiterungsflächen Richtung Norden.

 Auf eine entsprechende Frage aus den Reihen der Ausschussmitglieder, wann das Projekt fertiggestellt sein wird, legte Hegemann sich nicht fest. Das Vorhaben umfasse viele aufwendige Schritte, die nicht alle von der Verwaltung zu beeinflussen seien. So sei der Grunderwerb noch zu tätigen. Reiche jemand eine Klage ein, könne sich die Sache sehr lang hinziehen, nannte Hegemann ein Beispiel für unvorhersehbare Eventualitäten. ssr

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