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Erster Spatenstich für Leuchtturm-Projekt

WG für Schwerstbehinderte Erster Spatenstich für Leuchtturm-Projekt

Mit dem ersten Spatenstich hat die Paritätische Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland (PLSW) den Start für den Bau eines Wohnhauses vor allem für schwerst-mehrfachbehinderte Menschen vorgenommen. Das vier Millionen Euro teure Projekt an der Enzer Straße soll nach Ankündigung von PLSW-Geschäftsführer Bernd Hermeling Anfang 2017 fertiggestellt sein.

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Bürgermeister Oliver Theiß (von links), Bauunternehmer Karl-Wilhelm Steinmann, Architektin Andrea Preuß, PLSW-Geschäftsführer Bernd Hermeling, Gerd Mühlmeister vom Verwaltungsrat der Lebenshilfe Stadthagen und Landrat Jörg Farr legen beim ersten Spatenstich Hand an.  ssr

Stadthagen. Bei dem Vorhaben handelt es sich laut Hermeling um ein in Niedersachsen bisher einmaliges Projekt. Es gehe um eine bessere Alternative zu konventionellen Pflegeheimen. „Wir wollen für die Betroffenen eine adäquatere Wohnform schaffen“, sagte der Geschäftsführer in seiner Ansprache.

Die Klienten, bei denen eine geistige Behinderung und die Pflegestufe 3 vorliegen, sollen nicht in Einzelzimmern untergebracht werden, sondern in Wohngemeinschaften zusammenleben. Betreut werden sie dort rund um die Uhr von einer Reihe unterschiedlicher ambulanter Dienste.

„Diese Wohngemeinschaften erlauben ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben außerhalb von Heimstrukturen“, erläuterte Projektleiterin Petra Richter: „Mit dieser neuen Wohnform möchte die PLSW einen Weg gehen, der es Menschen auch mit schwerster Behinderung und Pflegebedürftigkeit erlaubt, in Würde, Geborgenheit und menschlicher Wärme zu leben.“

Die unterstützenden Dienstleistungen bei dieser Form des betreuten ambulanten Wohnens werden laut Hermeling zum Teil von der PLSW selber, teilweise aber auch von Kooperationspartnern gestellt. Das reicht vom Pflegedienst und der Nachtbereitschaft über die hauswirtschaftliche Unterstützung bis hin zur tagesbegleitenden Betreuung, bei der den Klienten leichte Beschäftigungsangebote gemacht werden.

Das zweigeschossige Gebäude wird nach Angaben von Hermeling über eine Wohnfläche von 1500 Quadratmeter verfügen. Im Erdgeschoss wird Platz geschaffen für zwei Wohngemeinschaften mit je acht schwerst Mehrfachbehinderten. Im Obergeschoss sind zwei WGs für Personen mit leichteren Behinderungen vorgesehen, die bisher in einer Wohnanlage gelebt haben und nun den Schritt in die Selbstständigkeit gehen wollen. Darüber hinaus werden dort zwei Ein-, vier Zwei- und zwei Vierzimmerwohnungen gebaut. Diese stehen auch Menschen ohne Behinderungen zur Verfügung. „Es wäre schön, wenn sich im ganzen Haus ein gemischter Mieterkreis bilden würde“, sagte Hermeling. „Wir glauben an die Tragfähigkeit unseres Konzeptes.“

Der Stadthäger Bürgermeister Oliver Theiß sprach in seinem Grußwort von einem „sehr ambitionierten Leuchtturm-Projekt“. Aufgrund ihrer „immensen Erfahrung“ sei die PLSW bestens geeignet, „bei einem solchen Vorhaben das richtige Maß an Inklusion zu finden“. Landrat Jörg Farr zeigte sich froh, „dass dieses Pilotprojekt dank der PLSW in unserem Landkreis gestartet wird“.  ssr

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