42 Prozent der neuen Schüler am Sonnenbrink haben einen Migrationshintergrund. Am Stadtturm beträgt deren Anteil 33 Prozent, An der Bergkette lautet diese Ziffer Null. Die Gruppe der Migrantenkinder sei in sich sehr vielfältig, führte Sonnenbrink-Schulleiterin Petra Ammon dazu aus. Es gebe einen großen Anteil sogenannter Russland-Deutscher, die sehr auf Integration erpicht seien. Auch bei vielen Kindern von türkischen Einwanderern der dritten oder vierten Generation sei die deutsche Sprachkompetenz oft recht hoch. Zudem zahle sich die Sprachförderung in den hiesigen Kitas mittlerweile positiv aus, berichtete Ammon.
Vor einem eher ungewöhnlichen Premiere-Schuljahr stehen die Erstklässler am Stadtturm. Denn dort wird bis in den kommenden Sommer hinein ein großer Anbau errichtet. „Wir versuchen, die Einschränkungen etwa durch Baulärm so gering wie möglich zu halten“, versprach Schulleiter Frank Plagge.
Beeinträchtigungen seien aber letztlich nicht zu vermeiden, räumte Plagge ein. Die Toiletten seien in Container ausgelagert, auf einigen Fluren gebe es Umbauten. Es sei aber sichergestellt, dass jede Klasse über einen eigenen Raum verfüge. Andererseits werde die Großbaustelle für die Kinder aber einen „spannenden Reiz“ darstellen, fügte der Pädagoge hinzu. Es sei denkbar, den Vorgang sogar in den Unterrichtsablauf einzubauen. „Wir alle werden mit der Lage umgehen lernen“, so der Schulleiter.
Eine Neuheit birgt das beginnende Schuljahr auch an der Bergkette. Diese Grundschule ist nämlich von Donnerstag an nur noch an einem Standort, dem in Obernwöhren, präsent. „Dank der Hausmeister, die auch bei 36 Grad Außentemperatur mit großem Einsatz gearbeitet haben, ist der Umzug weitestgehend bewältigt“, berichtete Schulleiter Heinz Oltrogge. Für einen reibungslosen Schuljahrsbeginn sei alles fertig, wenn auch „in den Fluren noch die eine oder andere Kiste stehen wird“, schilderte Oltrogge die Lage. Dieser versicherte, großes Augenmerk darauf zu legen, dass der Bustransport der Schüler wirklich störungsfrei klappt. „Wir haben den Wendthäger Eltern zugesagt, dass deren Kinder immer zuerst dran sind“, so Oltrogge.
Größere Umbauten waren am Sonnenbrink vor einem Jahr fertig geworden, vor allem der Bau der Mensa. „Es ist herrlich, zu sehen, wie die Kinder die Mittagszeit miteinander gestalten.“ Die Disziplin sei gut, auch die Manieren beim Essen hätten sich durch pädagogische Anreize gut entwickelt, berichtete Schulleiterin Ammon.
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