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„Erstmal tief durchatmen“

Stadthagen / Amtsende „Erstmal tief durchatmen“

Es bleibt nicht aus dieser Tage, dass Bernd Hellmann bei Terminen auf seinen in gut zwei Wochen anstehenden Abschied aus dem Amt des Stadthäger Bürgermeisters angesprochen wird.

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Noch gut zwei Wochen arbeitet der scheidende Bürgermeister Bernd Hellmann an seinem Schreibtisch im Rathaus.

Quelle: ssr

Von Stefan Rothe

Stadthagen. So jüngst beim Empfang für die Neubürger. „Wie fühlen sie sich, es ist doch das letzte Mal“, habe ihn eine Ortsvorsteherin gefragt, berichtet Hellmann im SN-Gespräch.

Was er bei derlei Gelegenheiten antworte? „Ich bin ein Mensch, der nach vorne guckt“, umreißt der Bürgermeister den Tenor seiner Reaktionen: „Für mich ist das Glas halb voll.“ Die Frage, ob nicht doch auch Wehmut mitschwinge, beantwortet Hellmann knapp so: „Natürlich hätte ich gerne weitergemacht.“ Tiefere Einblicke in seine innere Befindlichkeit möchte der Amtsinhaber öffentlich nicht geben.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt zum Monatsende „werde ich erst mal tief durchatmen“, entfährt es Hellmann. Dann wolle er ein paar Tage verreisen, „und schon steht Weihnachten vor der Tür“. Es sei „gut, die Vorweihnachtszeit einmal anders zu erleben“, freut er sich. Zugeknöpft fällt die Antwort des 58-Jährigen auf die Frage aus, ob er weitere berufliche Pläne habe: „Dazu möchte ich mich im Moment öffentlich nicht äußern.“ Und er setzt hinzu: „Man wird sehen.“

Mit verstärktem Schwung ehrenamtlich weitermachen will Hellmann nach Amtsende als Vorsitzender des Fördervereins ehemalige Synagoge Stadthagen. „Der Baubeginn steht an, da gibt es eine Menge administrativer Arbeit, ich werde gut zu tun haben“, sieht er voraus. Die Umgestaltung der früheren Synagoge in einen Lern- und Begegnungsort „liegt mir sehr am Herzen“, bekennt Hellmann. Ehrenamtlich tätig bleiben will er darüber hinaus auch im Kreisvorstand der Arbeiterwohlfahrt.

Doch bis zu seinem letzten Arbeitstag am 31. Oktober will der gebürtige Enzer als Bürgermeister nach eigenem Bekunden „volles Programm“ fahren: „Ich nehme die Aufgabe bis ganz zum Schluss ernst.“ Jede Menge Termine liegen in den kommenden zwei Wochen noch an, von der Arbeitsgemeinschaft zur Weiterentwicklung des Tropicana über eine Vorstandssitzung des Erweiterten Wirtschaftsraums Hannover bis hin zur Ratssitzung. Dazu kommen Repräsentationspflichten etwa beim Krammarkt, beim Oktoberfest und beim Apfelmarkt. Maßgebende Entscheidungen seien von ihm allerdings nicht mehr zu fällen, ergänzt der scheidende Verwaltungschef.

Offiziell verabschiedet wird Hellmann mit einem Empfang der Stadt. Unabhängig davon will er allen Mitarbeitern des Rathauses bei einem Treffen im Sitzungssaal „Tschüss sagen“. Der Kontakt zu langjährigen Weggefährten aus der Verwaltung und der Kommunalpolitik werde über das Amtsende hinaus bestehen bleiben, so Hellmann: „Da wird man sich bei einem Cappuccino auf dem Marktplatz über das eine oder andere austauschen – aber nur auf der privaten, persönlichen Ebene. In Dinge einmischen werde ich mich nicht mehr.“

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