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Erzieher stimmen Streiklied vor dem Rathaus an

Stadthagen Erzieher stimmen Streiklied vor dem Rathaus an

Erzieher aus Schaumburg haben sich gestern Vormittag auf dem Wochenmarkt zu einer Kundgebung versammelt, um ihrer Forderung nach mehr Bezahlung lautstark Geltung zu verschaffen.

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„Mehr Bezahlung steht uns zu.“ Vor dem Rathaus stimmen die Erzieher das „Schaumburger Streiklied“ an.

Quelle: ber

Stadthagen. Vom Marktplatz ging es geschlossen zum Rathaus, wo die Menge das „Schaumburger Streiklied“ anstimmte. „Wie schön, dass es die Verdi gibt, wir hätten sie sonst sehr vermisst. Mehr Bezahlung steht uns zu. Ja das wissen wir und jetzt auch du!“, lautet der Refrain.

„Wir wollen auch in der Öffentlichkeit präsent sein, um auf unser Anliegen hinzuweisen“, erklärt Björn Held, Erzieher im Schülerhort Nienstädt. „Bisher haben wir viel Zustimmung erfahren. Die Eltern unterstützen uns in unserem Anliegen.“

Angesichts einer vierjährigen, unbezahlten schulischen Ausbildung und des geringen Lohns danach sei es schwierig, Nachwuchskräfte zu gewinnen. „Wir brauchen vor allem Männer. Aber die müssen mit ihrem Gehalt auch eine Familie ernähren können“, meint Olga Lefler, die in der Kita Sühlbeck arbeitet.

Kindergartenerzieherin Nicole Rudnick verweist auf die gestiegenen Anforderungen an den Beruf. „Das kann man nicht mehr mit der Situation vor 25 Jahren vergleichen. Das ist heute mehr als Spielen und Basteln.“ Darauf spielt auch das Streiklied an, das vor dem Rathaus aus mehr als 100 Kehlen ertönt: „Unser täglich Arbeit, die wird immer mehr, Inklusion und Pflege fordern uns jetzt sehr. Dokumentation kommt auch noch mit dazu, Wickeln, Trösten, Füttern..., da sein immerzu.“

Während die Erzieherinnen sich früher ausschließlich um die Kinder kümmern mussten, so Rudnick, dienten sie heute immer mehr auch den Eltern als Berater in allen Lebenslagen. „Früher gab es große Familienverbünde, heute sind es oft Alleinerziehende oder Eltern mit zwei oder drei Jobs, um durch den Tag zu kommen.“

Vor dem Rathaus ergreift Jana Höpfner das Mikrofon. Ziel des Streiks sei „die Wertschätzung unserer Arbeit. Wir wollen dafür nicht nur ein warmes Dankeschön, sondern ein angemessenes Entgelt, damit unsere Arbeit auch finanziell anerkannt wird.“ Deshalb werde man nicht aufgeben, bis die Arbeitgeber ihre Blockadehaltung aufgeben und der lautstark skandierten Forderung nachgeben: „Aufwertung jetzt!“ ber

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