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Es bleibt holprig auf St. Annen

Sanierung nicht in Sicht Es bleibt holprig auf St. Annen

Es scheint eine unendliche Geschichte zu werden – der Ausbau der Stadthäger Straße St. Annen. Wenn die Stadt will, dass endlich etwas passiert, muss sie in Vorleistung gehen. Das ist aus Sicht von Markus Brockmann, dem Leiter der Landesverkehrsbehörde in Hameln, die einzige Möglichkeit, die Situation zeitnah zu verbessern.

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An der Straße St. Annen wird es wohl noch eine Weile holprig bleiben.

Quelle: rg

Stadthagen. Denn das Land ist zwar für die Landesstraße zuständig, wird die Sanierung laut Brockmann aber weder dieses noch nächstes Jahr in Angriff nehmen. Daher könne es nach Worten des Leiters der Landesverkehrsbehörde „Sinn machen, wenn die Stadt die Planung übernimmt“ und damit den Ausbau vorantreibe. Ganz anders sieht das Bürgermeister Oliver Theiß: „Wenn die Straße überplant wird, muss absehbar sein, dass auch etwas passiert.“ Besonders hinsichtlich der hohen Planungskosten ist es aus seiner Sicht nicht sinnvoll, in Vorleistung zu gehen, solange die Straße nicht einmal auf der Prioritätenliste des Landes steht. Also wieder keine guten Aussichten für Autofahrer und Radler. Die Huckelpiste wird den Stadthägern noch etwas länger erhalten bleiben.

Option war noch nichtim Gespräch

Im Fall der Straße An der Bergkette (L447) hat die Stadt die Radwegeplanung vorfinanziert. Dabei ist laut Theiß aber auch sichergestellt, dass in absehbarer Zeit saniert wird und die Planungen nicht für Jahre im Aktenschrank verschwinden. Wobei der Bürgermeister auf Anfrage der SN auch einräumt, dass die Option für St. Annen bislang noch nicht im Gespräch war. Zunächst müsse dafür mit der Landesbehörde abgesprochen werden, ob und wann mit einem Ausbau zu rechnen sei.

Die Alternative für St. Annen, ein Radweg im Bereich zwischen der Krebshäger Straße und der Jahnstraße, für den bereits 120.000 Euro veranschlagt wurden, ist Theiß zufolge ebenfalls nicht durchführbar. Mit dem Ausbau wäre der Radfahrstreifen wieder weg und somit umsonst gewesen.

Solange das Land die Straße nicht saniert, bleibt daher wohl alles beim Alten. Verkehrsteilnehmer müssen sich gedulden, bis St. Annen den Sprung in die Prioritätenliste für Ausbaumaßnahmen der Landesverkehrsbehörde schafft. tbh

Jeder muss seinen Teil bezahlen

Bei der Zuständigkeit für die Landesstraße gibt es eine sogenannte geteilte Baulast, erklärt Markus Brockmann , Leiter der Landesverkehrsbehörde. Das bedeutet: Städte und Gemeinden müssen die Kosten für Gehwege und Parkplätze übernehmen, das Land, dem das Grundstück gehört, ist für die Finanzierung der Fahrbahn und der Radwege zuständig. Geht die Stadt bei den Planungen in Vorleistung, wird der finanzielle Aufwand vom Land rückerstattet. „Es gibt klare Regeln, wie die Kosten geteilt werden. Jeder zahlt seinen Anteil“, betont Brockmann. Das macht nach Worten von Bürgermeister Oliver Theiß aber nur dann Sinn, wenn die Straße in absehbarer Zeit vom Land saniert wird. Der Ausbau von St. Annen ist laut Brockmann aber nicht vorgesehen.  tbh

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