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Stadthagen Es kann losgehen

Mit der Einführung des Einbahnstraßenverkehrs haben am Montag die Bauarbeiten an der Jahnstraße offiziell begonnen. Die Autofahrer sehen sich fortan gezwungen, stadteinwärts auf Umleitungsstrecken auszuweichen.

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Noch ist das Verkehrsaufkommen überschaubar. Das könnte sich allerdings bald ändern, da die Ferien am 11. September enden.

Quelle: js

Stadthagen. Doch nicht nur sie sind von der neuen Verkehrsführung betroffen: Auch die ansässigen Unternehmen und Geschäfte sind unzufrieden und befürchten ein Verkehrschaos sowie Umsatzeinbußen.

 „Wir sind glücklicherweise weniger involviert, da wir an der Ecke liegen und die Kunden nicht über die Jahnstraße zu uns kommen“, sagt Maik Meyer von der gleichnamigen Autowerkstatt an der Kreuzung Jahnstraße/St.Annen. Allerdings wundert er sich, warum die Bauarbeiten erst jetzt beginnen. Der Geschäftsmann befürchtet, dass ein früher Wintereinbruch die Bauarbeiten verzögern könnte. Doch nicht nur das Wetter bereite ihm Sorgen. „Wenn erst einmal die Schule wieder los geht, wird’s hier richtig spaßig.“

 Ähnliche Befürchtungen hat auch Senior-Chef Rainer Höhle von der gleichnamigen Massiv-Bau-Firma. „Zu Schulbeginn ist hier auf der Jahnstraße sowieso die Hölle los“, sagt er. Dementsprechend sei der Baubeginn kurz vor Ferienende „nicht ganz glücklich“. Sein Geschäft sehe er aber nicht in Gefahr, da der Anteil an Laufkundschaft gering sei.

 Steuerberater Michael Bock vom Steuerbüro Bock, Schuhmacher und Kollegen sieht den Baubeginn pragmatisch: „Die Bauarbeiten sind dringend notwendig. In diesem Zusammenhang lassen sich Einschränkungen nun mal nicht vermeiden.“ Allerdings sei es für ihn nicht zumutbar, dass sich die Arbeiten derart oft verzögert haben: „Es ist sehr schlecht und unverständlich, dass die Ferienzeit nicht genutzt wurde. Ordentliche Planung ist was anderes.“ Verluste fürchtet er durch die Baustelle aber nicht: „Unser Geschäft funktioniert über dauerhafte Kundenbeziehungen und nicht über Laufkundschaft.“

 Ganz anders sieht die Sache beim benachbarten Rewe-Markt aus. „Wir erwarten deutliche Umsatzeinbußen“, sagt Marktleiter Guido Wittke. In welchem Maße, könne er aber nicht sagen, da ihm die Erfahrungen mit einer derartigen Situation fehlen würden. Außerdem kritisiert er die „kaum vorhandene Informationspolitik der Stadt“ beziehungsweise der Niedersächsischen Landesbehörde bezüglich der Baustelle: „Es kann doch nicht sein, dass ich vom Beginn der Arbeiten nur aus der Zeitung erfahre und keiner der Verantwortlichen die Anwohner über den Ablauf informiert.“

 Jener sieht nach Angaben von Markus Brockmann vor, dass die eigentlichen Bauarbeiten erst heute beginnen. Gestern wurden die betroffenen Stellen abgesichert, die Einbahnregelung eingeführt und die Umleitungen ausgeschildert. „Diese Zweiteilung der Aufgaben ist völlig normal“, erklärt der Leiter des Geschäftsbereiches Hameln der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Die Fahrbahnerneuerung wird voraussichtlich bis Mitte November dauern. js

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