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„Es könnte ungemütlich werden“

Smartphones und Krieg „Es könnte ungemütlich werden“

Als Björn Wiele die Achtklässler in der voll besetzten Aula des Ratsgymnasiums fragte, wer denn ein Handy in der Tasche habe, schossen fast alle Hände nach oben.

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Björn Wiele klärt Schüler des Ratsgymnasiums beim Thema Nachhaltigkeit auf.

Quelle: js

Stadthagen. „Habt ihr gewusst, dass ihr damit indirekt Kriege finanziert?“, fragte Wiele dann – und das Grinsen der Jugendlichen war verschwunden. Denn durch die Verwendung seltener Erden aus umkämpften Regionen Afrikas trage die Produktion von Smartphones viel zum Leid auf der Welt bei, erklärte der Politikwissenschaftler.

Das sollte nicht die einzige aufrüttelnde Erkenntnis für die Jungen und Mädchen während der Unesco-Multivisionsshow „Fair-Future II – der ökologische Fußabdruck“ gewesen sein. Moderator Wiele vom Verein Multivision verblüffte die Jugendlichen mit der Tatsache, dass das reiche Viertel der Weltbevölkerung, also auch die Deutschen, drei Viertel der Ressourcen der Erde kontrollieren.

„Wenn sich die anderen drei Viertel der Bevölkerung mal erheben, könnte es ungemütlich werden.“ Verwundert waren die Schüler auch daüber, dass die Ressourcen von drei Erden notwendig wären, wenn alle Menschen denselben Lebensstil wie die Deutschen pflegen würden.

„Aber was kann denn der Einzelne schon tun?“, fragte ein Achtklässler den Vortragenden, der darum bemüht war, etwas Optimismus zu verbreiten. „Wir können die Wirtschaft, und damit auch die Umwelt, mit unserem Kaufverhalten beeinflussen“, antwortete er. Man brauche nicht jedes zweite Jahr ein neues Smartphone.

Der Vorschlag fand auch viel Zustimmung bei Bürgermeister Oliver Theiß. „Ich hoffe, dass eure Generation die Arbeit zur Rettung des Planeten fortführt“, sagte der Schirmherr zu den Jugendlichen. js

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