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Es tut sich nichts am Stadthäger Bahnhof

Planungen dauern an Es tut sich nichts am Stadthäger Bahnhof

Die Planungen für das Bahnhofsgebäude ziehen sich hin. Vor 15 Monaten hatte die Aedificia Stadthagen KG die Immobilie gekauft, um sie zu sanieren und attraktive Angebote anzusiedeln. Laut Geschäftsführer Stefan Steinert ist bislang aber noch kein Mietvertrag mit einem neuen Nutzer abgeschlossen worden.

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Für das Bahnhofs-Empfangsgebäude ist noch immer kein Mietvertrag mit einem neuen Nutzer geschlossen worden.

Quelle: rg

Stadthagen. Die Stadtverwaltung ist in die Suche nach potenziellen Nutzern eingebunden. Wie Wirtschaftsförderer Lars Masurek berichtet, war dabei in jüngerer Vergangenheit in Abstimmung mit Aedificia „jemand zwischengeschaltet“. Das habe sich aber nicht bewährt, darum sei diese Methode jetzt „kassiert worden“. Nun wolle man „in direkter persönlicher Ansprache“ auf Firmen zugehen. In den kommenden Wochen seien rund 20 Gespräche mit Unternehmen aus der hiesigen Region geplant. Steinert bestätigt dieses neue Vorgehen und sagt: „Der persönliche Kontakt zu potenziellen Interessenten ist der beste Weg.“

 Der Geschäftsführer erläutert, dass er für 70 bis 80 Prozent der Geschäftsfläche Mietverträge braucht, damit Banken einen Sanierungskredit geben: „Vorher werden wir nicht loslegen können.“ Masurek ist optimistisch, dass die Stadt diesem Ziel mit der jetzt geplanten Gesprächsoffensive „ein, zwei Schritte“ näherkomme. Steinert bekräftigt: „Ich setze alle Hoffnungen in diese Gespräche.“ Masurek ergänzt, bei den Ansiedlungen denke man vor allem an Dienstleister – von der Reinigung über die Anwaltskanzlei bis zur Postfiliale – als auch an Gastronomie.

Bahnhof ist ein guter Standort

 Wann er damit rechnet, die nötigen Mieter zusammen zu haben, lässt Steinert offen: „Das kann ich nicht sagen, das wäre nur ein Blick in die Glaskugel.“ Er sei aber optimistisch, das Ziel zu erreichen. Der Bahnhof sei von der durch die Bahngäste garantierten hohen Kundenfrequenz und der Bekanntheit her ein guter Standort.

 Steinert betont, dass man bei einem solchen Projekt viel Geduld brauche: „Wir machen das in aller Ruhe und ohne Überstürzung.“ Masurek weist darauf hin, dass am Bahnhofsgebäude „Jahrzehnte lang nichts passiert ist, daher hat das Gebäude derzeit nicht den allerbesten Auftritt“. Steinert ergänzt, dass man diese Situation „nicht schnell mal binnen eines Jahres gedreht kriegt“.

 Der Aedificia-Geschäftsführer versichert, sein Unternehmen habe das Bahnhofsgebäude nicht gekauft, um es dann leer stehen zu lassen. Verkauft werde es ohnehin nicht wieder. Der nachhaltige Versuch, neue Nutzer zu finden, um es dann sanieren zu können, sei für sein Unternehmen alternativlos. Dass so etwas gehe, habe man in anderen Städten gezeigt.

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