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Stadthagen Stadt Ex-Kindersoldat erzählt in der IGS
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Ex-Kindersoldat erzählt in der IGS
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00:23 28.11.2015
Junior Nzita appelliert eindringlich an seiner Zuhörer, sich für Gewaltfreiheit einzusetzen. Das Foto im Hintergrund zeigt ihn als zwölfjährigen Kindersoldat. Quelle: kcg
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„Ich bin hier, um euch an der Gewalterfahrung teilhaben zu lassen, die ich habe erleben müssen“, erklärte Nzita zu Beginn seines Vortrages. Denn während für die in Deutschland aufgewachsenen Jugendlichen Krieg nur ein Ereignis aus der Geschichte ist, habe der 31-Jährige den Krieg und damit exzessive Gewalt am eigenen Leib durchgemacht.

Zehn Jahre als Kindersoldat: Seine Erfahrungen hat Nzita in einem Buch niedergeschrieben. Auszüge daraus stellt er während einer Vortragsreise durch Norddeutschland vor, die vom deutschen Zweig des internationalen Versöhnungsbundes organisiert wird. Erste Station der Tour ist die IGS-Oberstufe an der Schulstraße gewesen.

Kinder seien billige Streitkräfte und leicht zu manipulieren. „Sie dienen als Kanonenfutter“, schilderte der Kongolese und sprach mit den erschütterten Schülern nicht nur über seinen von Mord, Folter und Angst dominierten Alltag in der Armee, sondern auch über die Faktoren, die Kriege in Afrika begünstigen: Waffenexporte aus der westlichen Welt, das Interesse multinationaler Konzerne an Bodenschätzen wie Coltan.

Nzita hat den Bürgerkrieg im Kongo überlebt. Nach seiner Befreiung im Jahr 2006 beendete er seine Schulausbildung und gründete die Organisation „Paix pour l’enfance“, die Kriegswaisen und ehemaligen Kindersoldaten ein neues Zuhause gibt. „Mir hat man eine Waffe in die Hand gedrückt, ich gebe den Kindern Schulmaterialien“, macht der 31-Jährige klar. Seine Mission sei es nun, „eine bessere Welt für Kinder zu schaffen“. Dieses Anliegen machte er im März auch als UN-Botschafter vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen deutlich. kcg

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