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Stadthagen Stadt Experte: Echternstraße komplett für Autos öffnen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Experte: Echternstraße komplett für Autos öffnen
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00:19 25.02.2015
Gähnende Leere: IHK-Experte Buhr empfiehlt die Öffnung für den Autoverkehr.  Quelle: rg
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Stadthagen

Buhr vertritt die Grundposition: „Eine Fußgängerzone macht nur Sinn, wo sie eine hohe Frequenz an Passanten und Kunden aufnehmen kann.“ Wo es eine solche Frequenz nicht gebe, „da brauche ich eine Fußgängerzone nicht“. Und das sei in der Echternstraße klar ersichtlich der Fall.
Buhr: „Wo keine Frequenz ist, kann ich sie aber erzeugen, indem ich Autos vorlasse.“ Die Echternstraße bis zu einem Wendehammer direkt vor dem Marktplatz befahrbar zu machen und zumindest einseitig Parkplätze zu schaffen, „das würde dem Handel in dieser Zeile gut tun“.
Der IHK-Experte bringt den Gedanken ins Spiel, eine solche Veränderung zunächst für eine etwa einjährige Testphase ohne große bauliche Eingriffe auszuprobieren. „Man könnte die Fahrspuren und die Parkplätze zunächst einfach nur aufmalen“ schlägt er vor.
Auf jeden Fall unangetastet lassen würde Buhr die Fußgängerzone auf dem Marktplatz und in der Obernstraße: „Das sind gut frequentierte 1a-Lagen.“ Auch den oberen Teil der Niedernstraße würde Buhr als Fußgängerzone belassen. Es sei denn, der Verkehr könnte über die Straße Am Kirchhof abfließen. „Aber dagegen dürfte das Kaufhaus Tietz eine Menge einwenden“, schränkt Buhr ein.
An einer Stelle plädiert Buhr für eine Ausweitung der Fußgängerzone: an der Marktstraße. Allerdings unter der Voraussetzung, dass zwischen der Volksbank und dem Modehaus Hagemeyer zugkräftiger Handel angesiedelt wird. „Dann würde die Anbindung von Hagemeyer an den Marktplatz durch eine Fußgängerzone richtig viel Sinn machen.“
Das Kopfsteinpflaster in der Fußgängerzone empfindet Buhr als „grundsätzlich erhaltenswert“. Es vermittele eine „gute Anmutung des Historischen“. Einer Stadt der Weserrenaissance stehe diese Art der Straßengestaltung gut zu Gesicht.
Wegen einer besseren Begehbarkeit etwa von Rollatoren-Nutzer empfiehlt der IHK-Experte allerdings das Auswechseln der buckeligen Steine gegen kleinteiligeres und flacheres Pflaster. Besonders wichtig: Die Fugen, die derzeit an etlichen Stellen viel zu breit seien und Fallen darstellten, müssten bei der Neugestaltung „so klein wie nur möglich gehalten werden“.
Angesichts des schlecht begehbaren Kopfsteinpflasters im aktuellen Zustand hat Buhr einen Hinweis für die Einzelhändler. Umso wichtiger sei es nämlich, dass die Streifen vor den Läden nicht zu sehr mit Werbeträgern vollgestellt sind, um eine bequeme Durchlässigkeit zu gewährleisten. „Geschäfte tun sich keinen Gefallen damit, wenn die Werbung mehr Unmut auslöst, als dass sie positive Effekte erzielt.“ ssr

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