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Experte sieht „Licht und Schatten“

Forum Innenstadt Experte sieht „Licht und Schatten“

Rund 80 Teilnehmer hat Bürgermeister Oliver Theiß gestern zur Auftaktveranstaltung des „Forums Innenstadt“ begrüßen können. „Diese Zahl zeigt, dass in Stadthagen Aktivität der Bürger da ist, und das ist schön“, bemerkte Theiß zu Beginn des auf zwei Jahre angelegten Beteiligungsverfahrens.

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In einem gut gefüllten Ratshaussaal referiert der Experte Rolf Junker (hinten rechts) zu Herausforderungen und Chancen des hiesigen Einzelhandels.

Quelle: RG

STADTHAGEN. Bauamtsleiter Gerd Hegemann verdeutlichte, dass im Rahmen des Förderprogramms „Städtebaulicher Denkmalschutz“ in den kommenden Jahren 5,2 Millionen Euro an öffentlichem Geld in die Entwicklung der Innenstadt fließen können. Ziel sei es „diese Mittel in Abstimmung mit der Bevölkerung effektiv und zielgerichtet einzusetzen“. Dazu könne das Beteiligungsverfahren einen zentralen Beitrag leisten. Ulrich Berding vom Fachbüro „plan2 – Stadtplanung und Architektur“ (Hannover), welches den Prozess moderiert, stellte klar: Das Beteiligungsverfahren sei keine Beschlussinstanz – die bleibe der Stadtrat – , sondern solle Vorschläge und Anregungen für den weiteren politischen Prozess erarbeiten.

Inhaltlicher Schwerpunkt der ersten Forumsveranstaltung war das Thema Einzelhandel. Dazu referierte Rolf Junker vom Dortmunder Fachbüro „Junker+Kruse – Stadtforschung und Planung“, das derzeit ein Einzelhandelsstrukturkonzept für Stadthagen entwickelt. Diese Arbeit sei noch in vollem Gange, weshalb derzeit „gesichertes Halbwissen“ seine Basis sei, räumte Junker ein.

Wo steckt am meisten Vitalität für den Einzelhandel?

Der Experte sagte, die hiesige Innenstadt biete mit Blick auf den Einzelhandel „Licht und Schatten“. So sei die vorhandene Verkaufsfläche von 22600 Quadratmetern „nicht wirklich gut, da ist noch Luft nach oben“. Einzelne Zonen der Altstadt seien sehr unterschiedlich entwickelt. Es gelte zu gucken, wo für den Einzelhandel die meiste Vitalität drin stecke, um ihn weiter zu entwickeln, und wo eigentlich keine Kraft mehr drin sei.

Ein immer wichtiger werdender Faktor für eine lebendige Innenstadt sei die Gastronomie. „Auf dem Marktplatz hier stehen mir einfach zu wenig Stühle“, wurde Junker deutlich. Und: „Das Pfund der Weser-Renaissance kann Stadthagen noch besser aufpolieren.“ Verbesserungsfähigen Ecken wie der Rathauspassage und dem Hundemarkt müsse verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Während des gut dreistündigen Forums wurde teilweise auch in Gruppen gearbeitet. So gab es einen Gedankenaustausch und Ideensammlungen zu den Themen Einzelhandel, Wohnen und Kultur sowie öffentliche Räume und Verkehr. ssr

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