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Stadthagen Stadt Facharztzentrum favorisiert
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Facharztzentrum favorisiert
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00:33 18.10.2014
Quelle: pr.
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Von Stefan Rothe

Stadthagen. Dagegen beurteilen sie Pläne für die Ansiedlung eines großen Einkaufsmarktes, zumindest gegenwärtig, sehr skeptisch. „Wir können uns ein Facharztzentrum dort gut vorstellen“, sagte SPD-Fraktionschef Jan-Philipp Beck. Dieser Standort müsse in den Planungen für ein solches Zentrum neben der Alten Post an der Bahnhofstraße und dem Krankenhaus-Areal „eine gleichberechtigte Rolle spielen“.

Auch Wohnbebauung „wäre eine interessante Option, vielleicht in Kombination mit einem Facharztzentrum“ Hingegen sehe die Fraktion Pläne für einen Einkaufsmarkt „skeptisch, jedenfalls in der Größe, in der die Investoren das vorhaben“, fügte Beck hinzu. Das gebe der Standort nicht her. Allerdings wolle sich die SPD „nicht ganz der Option eines Einkaufsmarktes verschließen, aber nur in deutlich abgespeckter Form etwa eines Nahversorgers“.

„Die jüngst von der Verwaltung vorgeschlagene Linie, dort ein Facharztzentrum mit Wohnungen zu verbinden, halten wir für richtig“, bekundete CDU-Fraktionssprecher Heiko Tadge. Vorstellbar wäre zudem die Ansiedlung von „nicht innenstadtrelevantem Handel“. Ein großflächiger Einkaufsmarkt aber sei an dieser Stelle durch das geltende Einzelhandelskonzept der Stadt derzeit ausgeschlossen.

Sollten sich aber die Rahmenbedingungen ändern, etwa durch eine Zunahme der Bevölkerung im Norden der Stadt, „könnte man die Situation vielleicht einmal anders bewerten“, so Tadge. Aber: „Im Moment ist die Zeit dort nicht reif für einen großflächigen Einkaufsmarkt.“ Gleichwohl sei die Politik „gut beraten, die Sache so offen zu halten, dass wir langfristig keine Entwicklungsmöglichkeit ausschließen“.

Strikt gegen einen Einkaufsmarkt auf dem Areal sind die Grünen nach den Worten ihrer Fraktionssprecherin Maria Börger-Sukstorf. „Damit täten wir der Innenstadt keinen Gefallen.“ Zudem sei Stadthagen mit Einkaufsmärkten gut versorgt. Das zeigten Berechnungen von Experten, zumindest was Lebensmittelmärkte angehe. Durchaus vorstellbar auf dem fraglichen Areal sei hingegen die Ansiedlung von Dienstleistungen oder Kleingewerbe. Optimal freilich. so Börger-Sukstorf, wäre die Platzierung eines Facharztzentrums.

„Wir haben dort eine gute verkehrliche Anbindung, der Zentrale Omnibusbahnhof ist fußläufig erreichbar.“ Und die Altstadt sei so nah, „dass Patienten dort einkaufen oder bummeln gehhen können und zur Belebung beitragen“.

Auch die Gruppe WIR/FDP favorisiert für das Areal eine Kombination aus Facharztzentrum und Wohnbebauung. „Wir erachten den Standort wegen seiner guten Erreichbarkeit für ein Ärztezentrum sogar für geeigneter als die Variante an der Bahnhofstraße“, sagte Gruppensprecher Richard Wilmers. Sollte die Errichtung eines Ärztezentrums an der Vornhäger Straße jedoch nicht gelingen, „erst dann sollten wir uns Gedanken um Einzelhandel dort machen“, sagte Wilmers.

Abgesehen von Wilmers betonten alle anderen Fraktionssprecher, dass die Standorte an der Bahnhofsstraße und auf dem Krankenhaus-Areal für die Ansiedlung eines Facharztzentrums genauso geeignet seien.

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