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Fahrradfahrer: Schutzstreifen reichen nicht

Oft mangelt es an der Straßenbreite Fahrradfahrer: Schutzstreifen reichen nicht

Fahrradfahrer sollen in den fließenden Verkehr integriert werden. Die Lösung: mit Markierungen abgetrennte Schutzstreifen auf dem Asphalt – sollte man meinen.

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Um Schutzstreifen auf die Fahrbahn zu bringen, reicht die Straßenbreite oft nicht aus. 

Quelle: pr.

Stadthagen. Doch damit ist es meist nicht getan, weiß Gerd Hegemann. „Natürlich sind Schutzstreifen viel billiger als ein Umbau der Straße mit der Seitenanlage“, erklärt der Stadthäger Bauamtsleiter. Der teuerste Posten dieser Maßnahme sei die Beschichtung, nicht die Farbe.

Generell sei das Problem aber ein anderes: Oftmals reiche die vorhandene Straßenbreite nicht aus, um einfach nur den Schutzstreifen aufzubringen. Daher müsse der Baulastträger die Fahrbahnen in manchen Fällen komplett umbauen – siehe der aktuelle Fall St. Annen und Enzer Straße (wir berichteten). In diesen Fällen lande man finanziell schnell beim Neubau einer Straße. „Das verstehen viele oftmals nicht, aber wir müssen ein bestimmtes Maß einhalten“, betont Hegemann.

Bei kommunalen Straßen genüge es, wenn eine Restfahrbahnbreite von 4,50 Metern bleibe. Bei Kreis-, Landes- und Bundesstraßen würden die Baulastträger dem Aufbringen der Schutzstreifen nur zustimmen, wenn eine Mindestbreite von 5,50 Metern für die Autofahrer übrig bleibe. Rechne man noch den Fahrradstreifen mit 1,25 Metern – „besser wären 1,40 Meter“ – hinzu, sei man schnell bei einer Fahrbahnbreite von 8,30 Metern. Das ist nach Worten Hegemanns bei großen Zufahrtsstraßen wie der Lauenhäger Straße oder der Vornhäger Straße gegeben, aber selten bei den kommunalen Straßen, die über die vielen Jahre in unterschiedlicher Breite gebaut wurden.

„Die Borde und Rinnen sind die teuersten Teile der ganzen Straße“, erklärt der Bauamtsleiter. Diese Elemente müssten von Hand in den Beton gesetzt werden. Und sobald eine Straße verbreitert werden muss, sei es auch nötig, zumindest auf einer Seite die Borde und Rinnen zu versetzen.

Dass die bereits vorhandenen Geh- und Radwege in der Kreisstadt oftmals in einem schlechten Zustand sind, sei ihm aus eigener Erfahrung als Fahrradfahrer bekannt: „Ich weiß, wo das Problem liegt und würde es auch gerne beseitigen, aber das kostet eben Geld.“  

tbh

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