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Familientreffen bei Stolpersteinverlegung

Cousins sehen sich erstmalig in Stadthagen Familientreffen bei Stolpersteinverlegung

Der Künstler Gunter Demnig hat heute 19 weitere Stolpersteine verlegt, die auf den Wohnort ermordeter oder vertriebener Stadthäger Juden hinweisen. Dabei kam es zu einer emotionalen Begegnung.

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Die Cousins Andrew Schindel (Mitte rechts) und Seev Rosenfeld treffen sich zum ersten Mal in ihrem Leben.

Quelle: ber

Stadthagen. Die Cousins Andrew Schindel und Seev Rosenfeld haben sich zum ersten Mal in ihrem Leben getroffen.

Schindel war aus Maine im Nordwesten der USA nach Stadthagen gekommen, um der Verlegung des Stolpersteins für seine Mutter Lotte Rosenfeld beizuwohnen. Bis 1938 lebte sie mit ihrer Mutter Gertrud Julia Wolf und ihrem Bruder Kurt an der Westernstraße 12. Lotte und Kurt gelang 1939 mit einem Kindertransport die Flucht nach England, ihre Mutter wurde in das Lager Trawniki und das Ghetto Piaski deportiert und ermordet. Für Schindel haben die Stolpersteine eine große Bedeutung. „Das zeigt, dass sich Stadthagen erinnert. Das ist sehr wichtig für mich.“

Seev Rosenfeld war nach Stadthagen gekommen, weil für seinen Vater Erich Rosenfeld ein Stolperstein an der Wallstraße 3 verlegt wurde, wo er bis 1936 gelebt hatte. Nach seiner Auswanderung nach Palästina wurde 1946 sein Sohn Seev geboren. Den Kontakt zwischen den Cousins hatte Susanne Schadler vom Förderverein Ehemalige Synagoge hergestellt. „Susanne ist ein Engel“, sagte Seev Rosenfeld.

„Wir wollten lange nichts davon wissen, weil wir stolz darauf waren, uns ein neues Leben aufgebaut zu haben. Aber für meinen Vater war es in Israel schwer. Er blieb immer deutsch.“ Vor zwei Monaten habe er eine E-Mail von Schindel erhalten. „Ich habe ihn zur Hochzeit meines Sohnes nach Israel eingeladen. Er will kommen“, freut sich Seev Rosenfeld. „Und ich dachte lange Zeit, ich wäre der letzte verbliebene Rosenfeld.“ ber

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