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Familienzentrum als Ansprechpartner für Migranten

Stadthagen / Interkultureller Frauentreff Familienzentrum als Ansprechpartner für Migranten

Die Angebote sind so vielfältig wie die Nationalitäten derer, die sie in Anspruch nehmen. „Wir haben eine hohe Quote an Menschen mit Migrationshintergrund, die sich an uns wenden und denen wir helfen“, hat Helga Freude, Koordinatorin des Stadthäger Familienzentrums an der Bahnhofstraße 27 erklärt.

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Der interkulturelle Frauentreff kommt immer donnerstags zwischen 15 und 18 Uhr im Familienzentrum zusammen

Quelle: par

Stadthagen (par). Ob Schwangerenberatung, Beratung für Familien, Elternkurse oder Tipps bei der Erziehung – die Angebotspalette deckt viele relevante Bereiche des Zusammenlebens ab. Bei der Familienberatung liegt der Anteil der Teilnehmer mit Migrationshintergrund bei rund 60 Prozent. „Wir sind froh, dass diese Menschen unsere Angebote so gut annehmen – das ist alles andere als selbstverständlich. In anderen Kulturkreisen ist noch eine gewisse Hemmschwelle gegenüber Beratungsinstitutionen vorhanden“, sagte Freude. Vater-Mutter-Kind-Gruppen seien häufig der Schlüssel, um die Menschen zu erreichen und ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. „Wenn das geschafft ist, dann öffnen sie sich auch für ihre Probleme und andere Belange.“

Neben den zahlreichen Angeboten, die das Familienzentrum sowohl für deutsche als auch für ausländische Bürger offeriert, gibt es auch Veranstaltungen, die sich ausschließlich an die Menschen mit Migrationshintergrund richten. Dazu gehört der interkulturelle Frauentreff, der sich jeden Dienstag zwischen 15 und 18 Uhr im Zentrum trifft. Unter dem Motto „Was gibt‘ s Neues“ ist die Zusammenkunft ein zwangloser Gesprächskreis – hier können die Frauen von Erlebnissen und Sorgen erzählen. Leiterin Dagmar Sever hat immer ein offenes Ohr. „Es kommen regelmäßig zwischen zehn und 15 Teilnehmerrinnen. Wir unterhalten uns auch über aktuelle Geschehnisse, wie etwa die Kommunalwahlen“, erklärte sie.

Im Familienzentrum gibt es ebenfalls eine konkrete Anlaufstelle für Zuwanderer, die Fragen bezüglich Behördengängen, der Arbeitserlaubnis, dem Einkommen, Anträgen und vielen weiteren Angelegenheiten haben. Hierfür ist Stephan Hartmann von der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Schaumburg verantwortlich. Er kümmert sich um die Belange seiner Klienten, die ohne ihn häufig nicht mehr weiterwissen. „Das Beamtendeutsch ist für viele Muttersprachler ja schon schwierig zu verstehen“, sagte er.

Seit rund vier Wochen ist er in ein Projekt involviert, das Zuwanderern die deutsche Kultur näherbringen soll. Dienstags zwischen 16 bis 18 Uhr trifft sich seine Gruppe, für die noch Plätze zur Verfügung stehen, um Kirchen, Behörden, Museen oder auch Sportvereine zu besuchen. „Wir wollen, dass sie unsere Kultur kennenlernen und verstehen.“

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