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Familienzentrum ungeschröpft

Stadthagen / Stadt springt ein Familienzentrum ungeschröpft

Die Botschaft für die Nutzer ist gut: Trotz drastischer Kürzung der Zuschüsse des Landes um 95 Prozent wird die breite und mittlerweile gut angenommene Angebotspalette des Stadthäger Familienzentrums uneingeschränkt bestehen bleiben.

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Die Mitarbeiterinnen des Familienzentrums freuen sich, ihre Arbeit uneingeschränkt fortsetzen zu können.

Quelle: pr

Stadthagen (ssr). Die finanziell bittere Pille schluckt politisch der Rat der Stadt: Die Stadt steigert ihren Finanzierungsanteil um 55 Prozent, um die Lücke zu füllen.

 Bürgermeister Bernd Hellmann (SPD) versicherte auf Anfrage dieser Zeitung: „Die Existenzfrage des Familienzentrums ist durch die Ratsentscheidung auf Sicht kein Thema mehr.“

 Auf das Land ist Hellmann freilich gar nicht gut zu sprechen: „Von der Haltung des Sozialministeriums bin ich enttäuscht.“ Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) habe bei ihrem Besuch vor Ort im vergangenen September „die hervorragende Arbeit in diesem Zentrum über Alles gelobt“. Dasselbe gelte für Vertreter des Landkreises. „Das alles zeigt eine hohe Wertschätzung für die Leistungen der Mitarbeiter von Stadt, Awo, Kinderschutzbund und Kinderbetreuungsagentur“, so Hellmann. Aber: „Trotz alledem müssen wir als Stadt am Ende das, was bisher über den Landeszuschuss gelaufen ist, jetzt selber bezahlen.“

 Der Etat des Familienzentrums beläuft sich auf 180000 Euro im Jahr. 150000 Euro davon zahlt nunmehr die Stadt – als freiwillige Leistung. Vom Landkreis kommen 4000 Euro als direkte Zahlung, ein Entgelt für die Nutzung von Räumen durch die kreiseigene Kinderbetreuungsagentur sowie Zuschüsse für einzelne Projekte von Awo und Kinderschutzbund. Über diese 180000 Euro hinaus bringen Awo und Kinderschutzbund jeweils eine halbe Stelle plus insgesamt 60000 Euro an gezielten eigenen Projektkosten mit ein.

 Im vergangenen Sommer hatte eine drohende Halbierung der Stellen in Rede gestanden. Nunmehr können alle beteiligten Verbände in bewährter Weise in enger Kooperation die außerdordentlich niedrigschwellige Angebotsstruktur aufrecht erhalten, für die das hiesige Familienzentrum speziell bekannt ist.

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