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Fast 40 Prozent Flüchtlinge aus Syrien

Statistik Fast 40 Prozent Flüchtlinge aus Syrien

Deutlich mehr als die Hälfte der in Stadthagen lebenden 540 Flüchtlinge kommen aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten. 39 Prozent stammen aus Syrien und 15,4 Prozent aus dem Irak. Wie die neueste Statistik der Kreisverwaltung von Ende November ausweist, ist insbesondere der Anteil der Syrer hier merkbar höher als der kreisweite Durchschnitt (31,3 Prozent).

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488 der insgesamt 540 in Stadthagen lebenden Flüchtlinge stammen aus den oben aufgeführten 15 Staaten.

Quelle: Grafik: Buhre

Stadthagen. Die Herkunft der Flüchtlinge auch in Stadthagen habe sich „in den vergangenen eineinhalb Jahren klar weg vom Balkan hin zu Syrien und Irak verlagert“, erklärte der Erste Kreisrat Klaus Heimann. Vor zwei Jahren habe der Anteil der Balkan-Flüchtlinge hier noch bei mehr als 40 Prozent gelegen. Aktuell leben in Stadthagen insgesamt 72 Flüchtlinge aus den Balkanstaaten – ein Anteil von 13,4 Prozent. 9,6 Prozent der hiesigen Flüchtlinge stammen aus Afghanistan, 3,7 Prozent aus Somalia und 3,3 Prozent aus der Türkei. Die Anteile der Asylbewerber aus den weiteren insgesamt 23 in der Kreisstadt vertretenen Staaten belaufen sich jeweils auf zwischen 0,2 und 2,4 Prozent. Bei 19 Menschen ist die Herkunft ungeklärt.

In Stadthagen sind 18,5 Prozent der Flüchtlinge unter sechs Jahre

54 Prozent der Asylbewerber in der Kreisstadt sind männlich. Das entspricht laut Heimann genauso in etwa dem kreisweiten Anteil wie die Altersstruktur. Diese zeigt, dass fast zwei Drittel der Geflüchteten jünger als 25 Jahre alt sind. In Stadthagen sind 18,5 Prozent der Flüchtlinge unter sechs Jahre, 23 Prozent zwischen sieben und 17 Jahre, 18,3 Prozent zwischen 18 und 25 Jahre, 35,2 Prozent zwischen 26 und 49 Jahre, 4,4 Prozent zwischen 50 und 64 Jahre sowie 0,6 Prozent älter als 65 Jahre.

Die in der Kreisstadt lebenden Flüchtlinge machen 2,47 Prozent der Bevölkerung aus. Das ist der höchste Anteil unter den Schaumburger Kommunen. Der Kreisdurchschnitt beträgt 1,5 Prozent. „Wir haben in Stadthagen einfach sehr viele Wohnungen angeboten bekommen und können diese auch gut nutzen“, begründete Heimann den Spitzenwert.

In Stadthagen gibt es nach Auskunft von Heimann keine Gemeinschaftsunterkunft: „Es hat sich dafür einfach kein Gebäude angeboten.“ Insofern leben die Asylbewerber strikt nach dem Prinzip der Dezentralisierung in einzelnen Wohnungen. Allerdings liegen etliche von diesen in Mehrfamilienhäusern, wobei Heimann betont, dass es sich auch hierbei stets um abgeschlossene Wohnungen handelt.  ssr

Renovierungen in normalem Maß

Der Renovierungsbedarf in vom Landkreis angemieteten und von Flüchtlingen genutzten Wohnungen geht nicht über das normale Maß hinaus. Das hat der Sozialdezernent des Landkreises, Klaus Heimann, auf Anfrage mitgeteilt. „Es gibt hin und wieder Einzelfälle, bei denen Wohnungen schneller und stärker abgenutzt sind als gewöhnlich – aber solche Fälle hat man genauso bei Mietern ohne Migrationshintergrund“, fügte Heimann hinzu. Der Dezernent versicherte, dass der Landkreis gegenüber den Wohnungseigentümern uneingeschränkt zu seinen Mieterpflichten stehe und nötige Renovierungen durchführe. Beim öffentlich gewordenen Fall einer beschädigten Flüchtlingswohnung in Heeßen (wir berichteten) sei der Landkreis nicht Mieter. Gleichwohl hätten Sozialarbeiter zwischen Vermieter und Flüchtlingen vermittelt.  ssr

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